Frauenhandball, Verbandsliga Ratinger Handballerinnen wollen Taten folgen lassen

Ratingen · Die Handballerinnen des TV Ratingen fahren zum HSV Wegberg, es ist das Spitzenspiel der Verbandsliga. Nach dem guten Start hat das Team von Spielertrainerin Sandra Höfig Hoffnungen auf den Aufstieg, muss das aber untermauern.

Auch Noemi Möller (am Ball) traf für den TV Ratingen gegen den NHC.

Auch Noemi Möller (am Ball) traf für den TV Ratingen gegen den NHC.

Foto: Achim Blazy (abz)

Für Sandra Höfig kam die Spielpause genau zum richtigen Zeitpunkt. Weil die meisten Verbandsliga-Handballerinnen des TV Ratingen (TVR) aufgrund von Erkrankungen und Urlauben passen mussten, wäre das Team ohnehin nicht wettbewerbsfähig gewesen. „Eigentlich hatte ich ein Trainingsspiel und verschiedene Übungen für die Mannschaft geplant“, erklärt die Spielertrainerin. „Leider konnten wir die Pläne nicht umsetzen, da in der Regel nur vier oder fünf Spielerinnen zur Verfügung standen.“

Nach dem herausragenden 35:24-Erfolg im Spitzenspiel gegen den Niederbergischen HC (NHC) verabschiedete sich der TVR mit viel Euphorie in die drei Wochen lange Spielpause. Durch ihr temporeiches Spiel konnten die Ratingerinnen den Gegner überfordern. „Auf der einen Seite musste der NHC auf seine sehr wichtige Rückraum-Mitte verzichten. Auf der anderen Seite haben wir mit genauso viel Energie gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Oft spielen wir nur 30 Minuten auf hohem Niveau, aber diesmal waren es immerhin über 50 Minuten“, lobt Höfig.

Durch eine sehr konzentrierte Deckung konnte der TVR immer wieder gelungene Angriffsaktionen einleiten. Dass alle neun Spielerinnen Treffer erzielen konnten, war besonders auffällig. „Für unsere Mannschaft ist es ein großer Vorteil, dass wir so variabel die Tore werfen“, stellt die Spielertrainerin fest. „Im Gegensatz zu den anderen Verbandsligisten sind wir nicht von einzelnen Spielerinnen abhängig.“ Mit ihren neun Treffern ragte Marisa Kinscheck jedoch heraus.

In der Tabelle steht der Dritte Ratingen (10:4 Punkte) nur knapp hinter dem Spitzenreiter SV Wipperfürth (14:2) und dem Zweiten HSV Wegberg (14:2), die ein Spiel mehr absolvierten. „Zwar ist der Aufstieg möglich, aber wir müssen unsere Hoffnungen mit Taten untermauern“, sagt Höfig. Deshalb ist der TVR im nächsten Spitzenspiel am Sonntag (15.35 Uhr) in Wegberg gleich erneut gefordert. Der bisher einzige Auswärtssieg bei Mettmann-Sport (28:26) soll nicht der letzte bleiben.

„Wir brauchen in Wegberg eine gute Deckung“, meint die Spielertrainerin. „Wenn wir die beiden Toreschmeißerinnen des Gegners in den Griff bekommen, sieht es für uns gut aus. Ich hoffe, dass unser Auswärtsfluch endgültig besiegt ist.“ Nach ihrem Urlaub kehrt Torhüterin Rebecca Jenzen wieder in die Startformation zurück, während Keeperin Carolin van Hueth aufgrund einer Erkrankung ausfällt. Lea Wagner aus der Landesliga-Reserve hilft allerdings nicht aus, da sie durch ihren zweiten Einsatz festgespielt wäre.

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