Fußball: TuSpo hat zu viele Unentschieden und zu wenige Innenverteidiger

Fußball : TuSpo hat zu viele Unentschieden und zu wenige Innenverteidiger

Fußball-Landesligist Richrath will vom Vorletzten FSV Vohwinkel unbedingt drei Punkte mitnehmen.

Besonders viel Raum für zwei verschiedene Meinungen lässt sich beim Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath kaum erkennen. Auf der einen Seite überstand die Elf um Trainer Marek Lesniak die vergangenen vier Spiele ohne eine Niederlage. Auf der anderen Seite gabs dabei vier Unentschieden — und somit lediglich vier von zwölf möglichen Zählern. Jetzt stehen im Jahres-Endspurt auch noch zwei Spiele gegen schlechter platzierte Teams auf dem Programm, denn am Sonntag (14.15 Uhr) gehts zum Vorletzten FSV Vohwinkel und am 8. Dezember (14.15 Uhr) gegen den Zwölften SSV Sudberg. Der Sportliche Leiter Jörg Broch drückt es kurz und knapp aus: "Wir müssen gewinnen. Eine andere Frage stellt sich für mich überhaupt nicht."

Die Forderung gilt zuerst für den Auftritt in Vohwinkel, das immerhin mit einer erstaunlichen Heimbilanz aufwarten kann — sieben Punkte, ein Sieg, vier Unentschieden, eine Niederlage, 4:4 Tore. Daraus lässt sich immerhin die Theorie ableiten, dass TuSpo auf der Asche des FSV wohl besser nicht in Rückstand geraten und dafür lieber zwei etwa gleichwertige Hälften anbieten sollte. Zuletzt zeigte Lesniaks Team beim neuen Ersten SpVg. Schonnebeck ebenfalls zwei verschiedene Gesichter — und machte aus dem 0:2 zur Pause bis zum Schlusspfiff das 2:2.

Personell wird TuSpo mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einmal umbauen müssen. Tim Engelen und Necati Ergül (beide Rotsperre) müssen auf jeden Fall zusehen. Jüngstes Sorgenkind ist Kapitän Jens Hülsen, der an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert. Ein größeres Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz des angeschlagenen Innenverteidigers Tobias Ockenfels. Weil Hülsen, gewöhnlich im defensiven Mittelfeld zu Hause, in Schonnebeck schon als Ockenfels-Ersatz aushelfen musste, droht Lesniak bis zum Anpfiff noch ein paar graue Haare mehr zu bekommen. Läuft es ganz schief, steht Julien Dehner als einziger gelernter Innenverteidiger zur Verfügung.

"Wenn wir aus den beiden Spielen sechs Punkte holen, stehen wir ungefähr so, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagt Broch, der einen Unterschied zur vergangenen Serie erkennt — als Richrath praktisch von Beginn hinterherlief. Nun hat TuSpo alles selbst in der Hand: "Es ist bisher nichts passiert, was wir nicht reparieren können." Damit das so bleibt, müssen möglichst viele Zähler her. Und da gibts eben wenig Raum für verschiedene Meinungen.

(RP/ac)