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Volleyball: Trainingsfrei: Aber der Plan ging glatt daneben

Volleyball : Trainingsfrei: Aber der Plan ging glatt daneben

Volleyballerinnen der SG Langenfeld kassierten in der 3. Liga mit dem 0:3 in Olpe die nächste Niederlage und der gute Start ist dahin.

Die Idee war nachvollziehbar. In der Hoffnung, dass es den Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) hilft, hatte Trainer Michael Wernitz einen Wunsch der Mannschaft erfüllt. Deshalb gab es am Mittwoch trainingsfrei — um Halloween zu feiern und so vielleicht die mehr als schmerzhafte 2:3-Niederlage in der 3. Liga gegen den SV Bad Laer zu verarbeiten.

Der Plan funktionierte allerdings nicht, denn beim VC SFG Olpe passierte eine 0:3-Niederlage (23:25, 10:25, 20:25). Den Auftritt der SGL als gruselig zu bezeichnen, geht wohl etwas zu weit, doch das Ergebnis sah allemal fürchterlich aus. "Wir haben zwar noch nie in Olpe gewonnen und ich halte die auch für eine starke Truppe. Aber irgendwie hatte ich vor dem Spiel gute Zuversicht", meinte der konsternierte Langenfelder Trainer Michael Wernitz.

Zunächst sah sogar alles nach einer gelungenen Partie aus. Bis zum 16:8 hatten die Gäste die Partie unter anderem über die starken Angaben von Ricarda Röller, die als Mittelblockerin ebenfalls ein gutes Spiel machte, voll im Griff. Mit der Zeit entschlüsselte Olpe allerdings Röllers Aktionen und lag dann plötzlich mit 22:21 vorne. Die Langenfelderinnen versuchten Umstellungen, machten sich aber nicht zuletzt durch zu viele Eigenfehler das Leben selber schwer (23:25).

Richtig schauerlich wirkte der folgende zweite Durchgang (10:25), in dem überhaupt nichts mehr funktionierte. Langenfeld fehlte die sichere Annahme — und darüberhaus komplett der Wille zum Sieg. "Das war schon blamabel", kritisierte Wernitz, "da muss noch mehr Leben in die Mannschaft rein. Im Erfolg ist es ein wunderbares Team. Im Misserfolg fehlt da was."

Wie sich der Trainer seine Langenfelderinnen wünscht, zeigte der dritte Satz. Bis zum 18:18 waren die wie ausgewechselt wirkenden Gäste im spannenden Schlagabtausch auf Augenhöhe — bis sie wieder eine Stolperfalle fanden. Drei Eigenfehler kurz hintereinander läuteten den Anfang vom Ende ein (20:25). "Das ist momentan das Schlimme. Wir kriegen es nicht hin, einen Acht-Punkte-Vorsprung zu halten. Und wir schaffen es nicht, einen Zwei-Punkte-Rückstand aufzuholen", meint der Trainer. Derzeit verbreiten die Langenfelderinnen eben nicht gerade Angst und Schrecken.

SGL: Schürholz, Lepenies, Man, Lippert, Drechsel, Kucybala, Röller, Nahrstedt, Kiss, Eisler, Nubi.

(-ham)