Fußball : Total daneben

Der Fußball-Niederrheinligist SF Baumberg erwischte gegen den SC Kapellen/Erft einen rabenschwarzen Tag. Nach einem brauchbaren Start kassierte das Team von Trainer Jörg Vollack das 0:1 und war später mit dem 0:3 gut bedient.

Das war wieder nichts und in der Fußball-Niederrheinliga bekommen die Sportfreunde Baumberg (SFB) derzeit kein Bein auf den Boden. Nach dem 0:3 (0:1) gegen den SC Kapellen-Erft wartet die Elf von Trainer Jörg Vollack nun schon seit dem 7. September auf den nächsten Dreier.

"Durch das schöne 1:0 gingen bei uns die Klappen runter. Das war der Knackpunkt für das gesamte Spiel. Es macht jetzt keinen Sinn, auf die Spieler einzudreschen. Wir müssen gemeinsam nach den Ursachen suchen und uns gemeinsam wieder in die Erfolgsspur bringen", fand Vollack.

In der Innenverteidigung lief weder der kopfballstarke Reindolf Adu (spielte in der Reserve) noch Rückkehrer Fouad Bouali auf. Im Angriff war dafür Redouan Yotla völlig auf sich allein gestellt — und er bekam kaum etwas Verwertbares.

Außerdem fehlte die vor der Partie von Vollack nachhaltig geforderte Leidenschaft und Einsatzbereitschaft fast im gesamten Team. Die taktisch gute Ausrichtung der Gastgeber und deren Umsetzung in der Anfangsphase war praktisch das einzig Positive für Baumberg.

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Fehlende Kommunikation

Durch einen guten Pass in die Tiefe hebelten die Gäste jedoch die linke Baumberger Abwehrseite aus, sodass Stürmer Sven Raddatz das Spielgerät zur 1:0-Führung für Kapellen einschieben konnte (19.). Fortan agierte Baumberg absolut ideen- und mutlos. Zahlreiche Pässe waren zu ungenau — und auch Kommunikation innerhalb der Mannschaft fand gar nicht mehr statt. Kurz nach dem Führungstreffer hatte Raddatz sogar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an SFB-Torwart Patrick Iwersen (20.).

In der zweiten Halbzeit blieb ein Aufbäumen der Platzherren aus und Kapellen konnte das Ergebnis beinah nach Belieben verwalten. Selbst bei Standard-Situationen wie einem Freistoß von Louis Klotz (70.) blieben die Hausherren nahezu ohne Wirkung.

Dafür markierten die Gäste durch Robert Niestroj auf der anderen Seite das 2:0 (71.). Kurz darauf bediente Simon Kozany den Teamkollegen Benjamin Schneider zum 3:0 (75.). Schneider war ungedeckt und durfte den Ball erst an die Latte setzen — ehe er ihn im zweiten Versuch über die Linie drückte.

Miserabler Tag

In der Schlussphase hätte Kapellen durchaus höher gewinnen können, denn alleine Keeper Iwersen verhinderte zweimal Schlimmeres (82./ 85.). Vollack: "Wir hätten heute drei Stunden spielen können und das Tor nicht getroffen. Das war einfach ein Scheißtag."

(hbe-)