Tabellenvorletzter bringt Langenfelder Devils in die Bredouille

Skaterhockey : Tabellenvorletzter bringt Langenfelder Devils in die Bredouille

Es war erneut eine Niederlage der besonders bitteren Sorte: Obwohl die SG Langenfeld Devils (SGL) in der zweiten Skaterhockey-Bundesliga Süd über weite Strecken sehr gut mit der IVA Rhein-Main Patriots mitgehalten hatte, musste sie sich am Ende wieder geschlagen geben – 7:9 (1:2, 2:2, 4:5). Der Langenfelder Trainer Thomas Schütt war enttäuscht darüber, dass sein Team nach dem 5:6 gegen die Badgers Spaichingen erneut als Verlierer die Halle verließ: „Es ist immer wieder überraschend, dass unsere Gegner jeweils mit Bestbesetzung bei uns antreten.

Die Patriots haben diesmal viele Eishockeyspieler eingesetzt. Ihre Aushilfen waren zwar nicht hochklassig, aber sie wurden gut ausgebildet und waren sehr torgefährlich.“

Die Gastgeber hatten sich im Vorhinein einen Erfolg ausgerechnet, weil sie die Patriots als klaren Abstiegskandidaten angesehen hatten. Zunächst starteten die Devils sehr engagiert in das Duell, sodass Tim Schmitz die Vorlage von Jannik Jopek zur 1:0-Führung (11.) verwerten konnte. Doch die Gäste aus Assenheim (Hessen) ließen sich nicht verunsichern, drehten das Spiel bereits im ersten Drittel zum 2:1 (12./19.).

Daraufhin entwickelte sich im zweiten Abschnitt ein sehr enges und spannendes Spiel zwischen den beiden Kontrahenten – 2:2 (23.), 3:3 (33.). „Das Problem war, dass wir zu viele Strafzeiten bekommen haben. Leider waren meine Spieler manchmal übermotiviert oder zu ungeschickt in den Situationen. Dadurch haben wir unsere eigenen Kräfte deutlich geschwächt“, erklärte Schütt, dessen Team noch das Gegentor zum 3:4 (40.) kassierte.

Wegen der Strafzeiten gegen Schmitz und Henk Ginsberg (41.) spielten die Langenfelder am Anfang des letzten Drittels sogar in doppelter Unterzahl. Nachdem die Patriots das Ergebnis auf 6:3 (42.) erhöht hatten, zog der SGL-Coach Konsequenzen: „Ich habe die Mannschaft auf zwei Reihen umgestellt und die jüngeren Spieler herausgenommen. Die Maßnahmen haben anfangs auch gegriffen.“ Durch die Treffer von Lars Bröhl (43.) und Marius Limper (47.) verkürzten die Devils auf 5:6.

Anschließend schlugen die Patriots zum 7:5 (50.) zurück, bevor Alexander Brendel durch zwei Treffer für die Langenfelder zum 7:7 (51./52.) ausglich. Jetzt hofften die Hausherren auf einen Erfolg, doch die Assenheimer reagierten durch einen sehr gut vorgetragenen Konter erneut – 8:7 (57.). Wenige Sekunden vor dem Ende machten die Gäste alles klar – 9:7 (60.).

Nach ihrem Wechsel von der Nord- in die Süd-Staffel hatten sich die Devils am Saisonanfang gut eingelebt. Mittlerweile ist die Stimmung jedoch verhaltener. Die Niederlage gegen den Vorletzten Patriots (sechs Punkte) markiert für den Sechsten Langenfeld (sieben Zähler) einen Tiefpunkt. „Durch die Anfangseuphorie hat sich die Mannschaft zu sicher gefühlt. Zudem konnten wir die Motivation nicht ganz hochhalten, da die Pausen zwischen den Spielen ziemlich lang waren“, betonte der erfahrene Coach.

Jetzt legen die Devils erneut eine längere Pause ein, bevor sie erst am 15. Juni (18 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) den Fünften Freiburg Beasts empfangen (ebenfalls sieben Punkte). „Wir wissen nicht viel über Freiburg, aber wir können in der eigenen Halle jeden Gegner schlagen“, sagte Schütt. „Um wieder Erfolg zu haben, müssen aber die jungen Spieler noch mehr Verantwortung übernehmen. Außerdem will ich durch weitere Gespräche erreichen, dass die Einstellung des Teams noch besser wird.“

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