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Stefan Laschewski ist eine Stütze der Sportfreunde Baumberg II

Porträt : Torjäger denkt nicht ans Aufhören

Der 37-jährige Stefan Laschewski hat bei den Sportfreunden Baumberg II noch einiges vor und will deshalb beim Fußball-Bezirksligisten so lange weitermachen, wie es der Körper zulässt – auch wenn nun etliche Spieler dabei sind, die fast halb so alt sind.

Er hat sein eigenes Gesetz gebrochen. Der erfahrene Torjäger Stefan Laschewski hatte sich vorgenommen, seine Karriere beim Fußball-Bezirksligisten SF Baumberg II (SFB) zu beenden, wenn einige seiner Mitspieler dem Jahrgang 2000 entstammen oder sogar noch jünger sind. Obwohl jetzt in Moritz Rapp, Niklas Kreft und Leonard Jurisic tatsächlich mehrere Baumberger noch blutjung sind, denkt der 37 Jahre alte Laschewski nicht ans Aufhören.

Trotz einiger gesundheitlicher Probleme kann der Stürmer von seiner große Leidenschaft nicht lassen: „Ich mache weiter, weil Fußball mein Leben ist. Baumberg ist mein Verein, und unsere Mannschaft ist menschlich überragend. Ich spiele nicht nur mit Mitspielern zusammen, sondern auch mit meinen Freunden. Sowohl auf als auch neben dem Platz passt es einfach.“ Die Mischung aus erfahrenen Akteuren wie Normen Litschko (33), Pierre Voss (32) oder eben Laschewski und Talenten harmoniere prächtig.

Bereits in seiner Jugend durchlief Laschewski alle Teams der Baumberger, bevor er den Sprung in die Erste Mannschaft unter Trainer Günter Müller schaffte. Nach weiteren Stationen beim SC Leichlingen, SSV Berghausen, HSV Langenfeld und TSV Eller kehrte Laschewski im Jahr 2012 in die Reserve der SFB zurück. Hier avancierte der Torjäger direkt zu einer großen Stütze, markierte etwa in der Saison 2014/2015 insgesamt 24 Treffer. Dabei war er achtmal per Elfmeter erfolgreich.

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Am 3. Juni 2018 feierte der Stürmer den Höhepunkt seiner Laufbahn. Schließlich entschied sich am letzten Spieltag der Kreisliga A zwischen dem FC Monheim II und Baumberg II, welches Team in die Bezirksliga aufsteigen würde. Mit zwei Treffern führte Laschewski sein Team zum 5:1-Erfolg, sodass der Aufstieg perfekt war. „Wir konnten uns gegen unseren großen Rivalen durchsetzen, der ein weiteres Jahr in der Kreisliga spielen musste. Dabei konnte ich meine Stärken im Strafraum gut einbringen“, freut sich Laschewski.

Im fortgeschrittenen Fußballer-Alter zeichnet ihn eine ausgeprägte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor aus. „Stefan ist ein sehr wichtiger Mann für unser Team“, lobt Spielertrainer Sven Steinfort. „Er ist eiskalt im Abschluss und setzt seinen Körper super ein. Mit seiner Erfahrung kann er unseren Jungs Sicherheit geben. Außerdem macht er immer noch zuverlässig seine Tore.“

Zwar ist Steinfort mit seinen 33 Jahren etwas jünger, doch Laschewski hat viel Respekt vor seinem Coach. Die erfahrenen Männer mögen den Austausch miteinander. „Die Zusammenarbeit klappt wunderbar. Sven bringt unser Team weiter, indem er abwechslungsreiche Trainingsübungen einbringt. Darüber hinaus gelingt es ihm, unser Team taktisch zu schulen“, erklärt der Stürmer, der beruflich als Projektleiter für Büroumzüge tätig ist.

In der vergangenen Runde erlebte Laschewski viele Enttäuschungen, da er aufgrund eines Bandscheibenvorfalls gleich mehrere Monate passen musste. Durch viele Einheiten in der Krankengymnastik kämpfte er sich heran – und feierte im März dieses Jahres sein Comeback. Laschewski: „Ich mache weiter, solange mein Körper mitspielt. Obwohl ich noch ein paar Schmerzen habe, läuft es momentan wieder etwas besser.“

In der Sommerpause hat der 1,80 Meter große Angreifer Konkurrenz bekommen. Neben Leon Wieczorek muss sich Laschewski nun auch mit Zugang Amin Kumukov messen. „Wenn ich gesund bin, will ich gerne spielen. Als Mannschaft ist für uns erneut der Klassenerhalt das große Ziel“, erklärt der Torjäger. Dass er bald sogar mit Spielern des Jahrgangs 2001 zusammenarbeiten wird, stört Laschewski nicht.