Relegation um die Kreisliga A Polizeieinsatz nach Haans Aufstieg in Berghausen

Langenfeld/Haan · Die Reserve des SSV Berghausen gewinnt in der Relegation zur Fußball-Kreisliga A zwar das Rückspiel mit 1:0, doch das reicht nicht: Die SSVg Haan feiert nach dem Hinspiel-Erfolg die Rückkehr. Nach der Partie kommt es zu einem kurzen Handgemenge.

 Die SSVg Haan feiert beim SSV Berghausen II.

Die SSVg Haan feiert beim SSV Berghausen II.

Foto: fupa.net/Markus Becker

Der Abstecher in die Fußball-Kreisliga B war nur von kurzer Dauer, die SSVg Haan hat sich in der Relegation zum Aufstieg in die Kreisliga A durchgesetzt. Andersherum verpasste der SSV Berghausen II den zweiten Aufstieg für den Klub, dessen Erste Mannschaft unlängst die Rückkehr in die Bezirksliga gefeiert hatte. Nach dem 1:3 im Hinspiel reichte der 1:0-Sieg im Rückspiel in Langenfeld nicht. Beide Mannschaften lieferten den Zuschauern harte Kost, das Spielniveau bot etliche Nickligkeiten auf beiden Seiten. Aufgrund eines kurzen Handgemenges nach Abpfiff wurde sogar die Polizei zur Deeskalation eingeschaltet.

Zunächst zum Spiel: In Halbzeit eins vergaben sowohl Haaner als auch Berghausener einige Möglichkeiten, bis Cedric Joch per Foulelfmeter das 1:0 für die Gastgeber gelang (33. Minute). Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunehmend hitziger. Viele kleinere Fouls unterbrachen immer wieder den schon ohnehin nur bedingt aufkommenden Spielfluss. Dazu kochte die Stimmung in beiden Fanlagern immer weiter auf, Schiedsrichter Markus Dörr hatte immer mehr Probleme, das Spielgeschehen unter Kontrolle zu halten.

Am Spielstand hätte sich stets etwas ändern können, doch wie schon im ersten Durchgang versagten beiden Teams beim Abschluss immer wieder die Nerven. Justin Wolsing hätte die Verlängerung mit einem Treffer zum 2:0 erzwingen können, der Berghausener schob den Ball mit seinem linken Fuß aber am Kasten und Haans bereits geschlagenem Keeper Tobias Hollenbrock aus knapp zwei Metern vorbei (85.). So feierte die SSVg den Aufstieg trotz einer mühsamen 0:1-Niederlage in Langenfeld.

Nach der Partie gab es nach einem Wortgefecht beider Fanlager ein kleineres Handgemenge vor dem Kabinentrakt, das von allen Seiten lautstark begleitet wurde. Nur wenige Minuten später wurde daher auch die Polizei zum Sportplatz gerufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Pulk jedoch schon größtenteils aufgelöst, sonderlich eingreifen mussten die mit sechs Streifenwagen angefahrenen Beamten deshalb auch nicht mehr. Spieler und Zuschauer verließen den Sportplatz friedlich.

(ame/mit fupa: Markus Becker​)