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SSV Berghausen stellt die beste Abwehr der Liga

Fußball, Bezirksliga : SSV Berghausen stellt die beste Abwehr der Liga

In fünf Partien hat der Fußball-Bezirksligist SSV Berghausen erst zwei Tore kassiert – weniger als jede andere Mannschaft. Am Sonntag ist die Mannschaft von Trainer Patrick Michaelis bei Eller 04 zu Gast. Auch die Reserven aus Baumberg und Monheim sowie der HSV Langenfeld sind im Einsatz.

Wer die Abwehrreihe des SSV Berghausen überwinden will, muss sich etwas einfallen lassen. Mit einfachen Angriffen ist es bei weitem nicht getan. So stellt der Fußball-Bezirksligist momentan die beste Defensive der Liga: Erst zwei Gegentreffer musste die Mannschaft von Patrick Michaelis hinnehmen. Der Coach wirkt, als könne er die neue Stärke selbst noch nicht ganz begreifen. „Wir stehen hinten überraschend kompakt. Es ist für unsere Mannschaft typisch, dass wir als Einheit zusammenarbeiten“, sagt er. „Um erfolgreich zu sein, ist eine gute Abwehr sehr wichtig.“

Weil sich die Berghausener im Sommer personell neu aufstellten, ist die Stabilität besonders beachtlich. Schließlich ist die Defensive zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch nicht komplett eingespielt. Auf der einen Seite musste der SSV die Abgänge der Säulen Robin Witt und Marcel Gerasch verkraften. Zudem sind Danny Paulmann und Jonas Hofmeier weiterhin verletzt. Auf der anderen Seite fanden sich Timo Brettschneider und Yannick Freer gleich reibungslos in die bestehenden Strukturen ein. Der etatmäßige Torhüter Oliver Wazakowski weiß die neue Achse um Brettschneider, Freer und Younes Bouchafra zu führen.

„Natürlich haben wir in der Defensive gut gespielt“, sagt Trainer Michaelis, schränkt aber ein: „Beim HSV Langenfeld hatten wir auch das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Dabei hätten wir beim 1:1 deutlich mehr Gegentore kassieren können.“ Auch beim TSV Solingen (1:1) wurde das Bollwerk geknackt. Mit aller Kraft wird der Tabellenfünfte nun versuchen, aus einer geordneten Defensive das Spiel am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Eller für sich zu entscheiden. „Eller steht zwar nur auf dem zwölften Platz, aber es gehört für mich spielerisch zu den Top-Teams“, warnt Michaelis. „Wir müssen die Aufgaben auch in der Offensive wieder auf viele Schultern verteilen, indem wir nicht einen bestimmten Torjäger haben, sondern viele verschiedene Torschützen.“

Auch Aufsteiger FC Monheim II (FCM) setzt auf eine intakte Mannschaft. Nach vier Niederlagen zum Start hat sich das Team von Trainer Michael Will gegen Eller erstmals belohnt (3:2). Dank eines hohen Einsatzwillens verdienten sich die Monheimer die drei Punkte, obwohl sie am Ende noch um den Erfolg zittern mussten. Dass Matchwinner Savoy Zwirlein, der das 3:2 markierte, gerade erst aus dem Urlaub gekommen war, hob die Freude weiter an.

Nach den Düsseldorfern bekommt es der FCM am Sonntag (14 Uhr) mit einem weiteren Abstiegskandidaten zu tun: dem Vierzehnten SSV Dhünn. „Diese Aufgabe wird brutal schwer“, sagt Will. „Die Dhünner haben seit wenigen Wochen einen neuen Kunstrasenplatz. Sie haben ihr erstes Heimspiel gegen Dabringhausen mit 3:1 gewonnen, und wollen ihre weiße Weste behalten.“ Die Monheimer hingegen wollen ihre Leidenschaft entgegensetzen.

Wenn die SF Baumberg II auch kommende Saison in der Bezirksliga spielen könnten, wären sie genauso glücklich wie der Lokalrivale aus dem Rheinstadion. Durch ihr schnelles Umschaltspiel setzte sich das Team von Spielertrainer Sven Steinfort zuletzt mit 4:2 beim SV Wersten 04 durch. „Unsere jungen Spieler müssen trotzdem noch einiges lernen. Sie müssen vor allem noch abgeklärter werden, um in den engen Duellen zu bestehen“, fordert Steinfort, dessen Team am Sonntag (15.15 Uhr, Sandstraße) die 1. SpVg. Solingen-Wald empfängt.

Beim HSV Langenfeld war beim DV Solingen (1:5) auch deshalb Sand im Getriebe, weil in Marvin Klein, Steffen Große Enking, Alessandro Petri und Robin Schnadt gleich mehrere Stammkräfte angeschlagen waren. „Unsere Verletzungsprobleme dürfen allerdings keine Ausrede sein“, betont Coach Lukas Beruda. Schließlich verfüge er über einen breiten Kader, der Ausfälle kompensieren müsse. Am Sonntag (15.15 Uhr, Burgstraße) will Langenfeld dem Verletzungspech trotzen.