Fußball, Bezirksliga SSV entscheidet das Derby für sich

Langenfeld/Monheim · Die Berghausener Bezirksliga-Fußballer besiegen die Reserve der Sportfreunde Baumberg verdient mit 2:0. Der HSV Langenfeld entwickelt langsam ein Trauma gegen den SC Ayyildiz Remscheid – er verliert mit 1:4.

 SSV-Torschütze Benedikt Brusberg (vorne) gegen Karsten Kiwitt von der SFB-Reserve.

SSV-Torschütze Benedikt Brusberg (vorne) gegen Karsten Kiwitt von der SFB-Reserve.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

So lief es am 16. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga.

SC Ayyildiz – HSV Langenfeld 4:1 (2:1). Es bleibt dabei: Auch im vierten Anlauf konnte der HSV gegen die Hausherren aus Remscheid nicht gewinnen. Die aufgrund der Tabellensituation, die klar für den HSV sprach, überraschend hohe Niederlage verdeutlichte nachdrücklich die starke Offensive der Gastgeber. Die ist mit 46 Treffern nun potenter als die des Spitzenreiters Mettmann. Allerdings erhielt die Angriffsreihe des SC laut HSV-Trainer Marc Adomako „Geschenke“ durch die Hintermannschaft der Gäste. Das 1:0 (12.) und 2:0 (32.) fielen jeweils nach Standardsituationen, in denen die Langenfelder nicht wach genug waren, bemängelte er. Nur Ahmed El Morabiti, der in der 43. Minute nach einem Foulspiel vom Elfmeterpunkt traf, machte die Partie noch einmal spannend. „Wir haben in der zweiten Halbzeit viel auf das gegnerische Tor gespielt, aber es fehlten einfach der letzte Pass und auch ein wenig Glück“, resümierte Adomako. Zwei Gegentore nach Kontern (71./81.) besiegelten die HSV-Niederlage.

HSV: Cyrys – Steinfort (85. Schwake), Neß, Meijning (67. M. Klein), Bafalanga (85. Ay. El Morabiti), Krayer, Benecke (67. Hombach), Attardi, Ah. El Morabiti, Dietz, Rapp (85. Romano).

SSV Berghausen – SF Baumberg II 2:0 (2:0). Der SSV mit Trainer André Köhler gewannen das Kellerduell mit der Reserve der Sportfreunde unter Übungsleiter Frank Stoffels und rücke damit nicht nur näher an den jetzt seit zwölf Spielen sieglosen Kontrahenten heran, sondern auch an den ersten Platz außerhalb der roten Zone. Der ist für Baumberg nun vier, für Berghausen nun sechs Punkte entfernt. „Das ist der erste Schritt, den wir in dieser Rückrunde gehen wollen – und der ist erst einmal gelungen“, sagte ein gut gelaunter Köhler. Bei seinem Gegenüber war die Enttäuschung derweil freilich groß. Stoffels betonte: „Wir hatten uns eine Menge vorgenommen, wollten das Spiel auch gewinnen, aber es bringt jetzt nichts, rumzujammern.“

Beide Trainer waren sich in ihren Analysen kurz nach Abpfiff einig: Das Ergebnis ist gerecht und verdient. Benedikt Brusberg brachte den SSV dabei schon früh auf die Siegerstraße. Dank einer schönen Passstafette, an deren Ende Brusberg den Ball aus 16 Metern nach toller Einzelleistung sehenswert in den Winkel schoss (14.), gelang den Hausherren der von beiden Mannschaften gleichermaßen ersehnte wie gefürchtete frühe Führungstreffer.

Dadurch sank das ohnehin angeknackste Selbstvertrauen der Baumberger kurzzeitig auf ein Allzeittief. „Die Köpfe gingen dann natürlich erst einmal nach unten“, beschrieb Stoffels, der mit der Reaktion seiner Elf aber nicht unzufrieden war: „Die Mannschaft hat sich nach dem Gegentor eigentlich gut verhalten.“ Dafür spricht die Torchance durch Patrick Salata, der aus der Oberliga-Mannschaft kommend aushalf, einen Treffer nach etwa 30 Minuten aber verpasste. 

So war es die Heim-Mannschaft, die kurz vor der Pause durch Yannick Freer auf 2:0 erhöhte (43.). Der Torschütze fand sich nach Flanke von Robin Bastian gänzlich allein am zweiten Pfosten wieder, von wo er den Ball gegen die Laufrichtung von Torwart Normen Litschko einschob. „Wir wollten beide ein frühes Tor“, berichtete Köhler, „aber viel entscheidender war das 2:0 zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt.“ Seine Mannschaft sei in diesem ersten Spielabschnitt spielbestimmend gewesen, verzeichnete viele hohe Ballgewinne und hätte höher führen können, fand der Übungsleiter.

In der zweiten Hälfte beschränkte sich Berghausen größtenteils auf die Verteidigungsarbeit. Dadurch hatte Baumberg mehr Spielanteile, wurde aber laut Stoffels kaum gefährlich. Er sagte: „Ich glaube, der Gegner war galliger und giftiger als wir. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, letztendlich waren wir aber nicht zwingend genug.“

SSV: Wazakowski – Czogalla, Paulmann, Weidenmüller, Scholer (72. Zilles), Bastian, Herhalt, Dames, Brusberg (89. Evangelista), Freer, Franke (80. Nellen).
SFB: Litschko – Oscasindas, Mabanza, Nimoh, Scharpel (75. Nawrath), Pitsch (75. Tchouangue), Stoffels (58. Wieczorek), Klatt (65. Özyürt), Daour (85. Kumukov), Salata, Kiwitt.