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SSV Berghausen lässt in den letzten Wochen des Jahres etliche Punkte liegen

Fußball : SSV Berghausen erlebt in der Hinrunde Höhen und Tiefen

Trainer Patrick Michaelis freut sich auf die Winterpause. In der soll sein Team neue Kraft für die nächsten Aufgaben in der Fußball-Bezirksliga tanken.

Über mangelnde Spielpraxis dürfen sich die Bezirksliga-Fußballer des SSV Berghausen nun wahrlich nicht beschweren. Schließlich haben sie seit Juli insgesamt sechs Tests, 19 Liga-Partien sowie je ein Spiel im Kreispokal und Niederrheinpokal absolviert. „Wir sind froh, dass wir jetzt erstmal vier Wochen lang Pause haben. Danach folgen vier Vorbereitungswochen, in denen wir uns gut auf die neuen Aufgaben in der Meisterschaft vorbereiten wollen“, erklärt Patrick Michaelis.

Im Sommer hatte Michaelis das Trainer-Amt von Siegfried Lehnert übernommen – und auf Anhieb Erfolg. Zunächst erlebten die Berghausener mit dem Niederrheinpokal-Spiel gegen den Drittligisten KFC Uerdingen einen echten Höhepunkt, bei dem sie trotz der wenig überraschenden 1:8-Pleite eine gute Figur machten. In der Liga waren die Ergebnisse deutlich besser, denn mit Ausnahme der Niederlage gegen den ASV Wuppertal (0:1) holte der SSV in den ersten sieben Bezirksliga-Begegnungen ausschließlich Siege.

„Wir hatten aber auch teilweise Glück“, gibt Michaelis zu. „Zum Beispiel war es nicht unbedingt verdient, dass wir die Spiele gegen den ASV Mettmann und Bergisch Born gewonnen haben.“ Zwar hatte häufig der Gegner mehr Ballbesitz und beherrschte das Spielgeschehen, doch die Berghausener standen in der Defensive sehr kompakt und agierten vorne kaltschnäuzig.

Im Gegensatz zur Vorsaison verfügt das Team einerseits über einen breiteren Kader und andererseits ist es seltener von Verletzungspech betroffen. Folge: Nach dem 2:1-Erfolg beim Dabringhauser TV stand der SSV Mitte Oktober an der Tabellenspitze. „Wir standen ganz oben und wussten selber nicht genau, warum das so ist. Eigentlich wäre Platz vier bis sieben gerecht gewesen“, erklärt der Coach.

Anschließend erlebte der SSV eine unglückliche 0:2-Niederlage im Derby gegen den SC Reusrath, weil er nun die Effektivität vermissen ließ. Abgesehen von den Siegen gegen die Aufsteiger SC Ayyildiz Remscheid (2:1) und SF Baumberg II (1:0) erzielte die Mannschaft in der Schlussphase des Jahres immer schlechtere Ergebnisse. Michaelis ist enttäuscht: „Unsere Qualität war eigentlich deutlich höher als beim Start, aber wir haben jetzt viel mehr Aufwand und Torchancen für eigene Treffer benötigt. Am Anfang sind uns Tore leichter gefallen.“

Nach den Spielen gegen Remscheid und Baumberg II holte der SSV nur noch zwei Punkte aus fünf Partien. Besonders die mangelnde Chancenverwertungen beim abgeschlagenen Schlusslicht SV Jägerhaus Linde (1:1) tat Michaelis weh. Zwar steht Berghausen nach 19 Saisonspielen mit 30 Punkten nur noch auf Rang neun, aber die Teams stehen eng beieinander. So liegen selbst der Zweite TSV 05 Ronsdorf (34) und der Erste Reusrath (37) nicht weit entfernt.

„Je länger die Saison dauert, desto mehr gleichen sich die Mannschaften einander an. Die Qualität wird höher und die Leistungsunterschiede werden kleiner. Du darfst dir als Spitzenmannschaft keine zwei, drei schlechteren Ergebnisse erlauben“, betont Michaelis, dessen Mannschaft sich durch eine sehr hohe Trainingsbeteiligung auszeichnet. Der Coach stellt fest: „Jetzt ist der innere Druck, selber Tore zu schießen, erstmal weg. Man verkrampft einfach schnell.“ In der Winterpause könnte sich der SSV-Kader noch punktuell verändern, bevor die Mannschaft mit neuem Elan die erste Aufgabe am 17. Februar beim ASV Mettmann bewältigen will.