Fußball, Bezirksliga HSV unterliegt Wald 03 erneut

Langenfeld/Monheim · Nach dem Aus im Pokal verlieren die Fußballer des HSV Langenfeld auch in der Bezirksliga gegen die Solinger. Auch der SSV Berghausen und die Sportfreunde Baumberg II verpassen Zählbares.

 Der HSV und Nephtalie Ngoma Ndey verloren.

Der HSV und Nephtalie Ngoma Ndey verloren.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

So lief es in der Fußball-Bezirksliga.

SV Solingen – SF Baumberg II 6:2 (3:1). Die Reserve des Sportfreunde wurde vom Landesliga-Absteiger förmlich überfahren. Hatte es in der Anfangsphase noch zunächst so ausgesehen, als könne sich ein spannendes Aufeinandertreffen entwickeln, geriet die Partie doch schnell aus den Fugen. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt", bemängelte SFB-Coach Frank Stoffels, „das war wirklich eine ganz schwache Leistung. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, hatten Abspielfehler in allen Mannschaftsteilen und waren schnell 0:2 hinten.“ Diesen Rückstand (6./20.) konnte Mario Stoffels mit einem sehenswerten Volleyschuss aus 20 Metern unter die Latte verkürzen. Das postwendende 1:3 (27.) besiegelte die erste Halbzeit. „Damit waren wir gut bedient“, sagte Stoffels, der nach dem Seitenwechsel eine bessere Leistung und ein Drücken auf den abermaligen Anschluss sah. Doch es waren die Gastgeber, die das Ergebnis bis auf 5:1 in die Höhe schraubten. Nur Maurice Nawrath war für Baumberg per Strafstoß flach links unten erfolgreich (87.). Der sechste Gegentreffer, der ebenfalls aus elf Metern fiel, war dann nur noch traurige Makulatur.

SFB: Litschko – Dirks, Melas, Gehebressulasie, Krohn (58. Wieczorek), Scharpel, Stoffels (81. Pfleging), Nawrath, Kiwitt (58. Hellwig), Tchouangue, El Amrani (46. Daour).

SC 08 Radevormwald – SSV Berghausen 2:0 (1:0). Der SSV bleibt auch nach 14 Spieltagen tief im Abstiegskampf. Das verdankt er freilich einer schlechten Punkteausbeute, die aber vor allem zustande kommt, weil die Auswahl von zunächst Jörn Heinmann und jetzt André Köhler aus ihren vielen Tormöglichkeiten keine Treffer generiert. „Wir schießen einfach keine Tore“, musste auch Co-Trainer Sven Otto in Abwesenheit seines Chefs konstatieren. „Wir hatten Chancen für zwei Spiele.“ So kombinierte Berghausen gefällig bis zur gegnerischen Box, dort angekommen fehlten aber meist der letzte Pass und die Überzeugung für einen Treffer. Bezeichnend, dass das 0:1 (42.) durch einen Konter, das 0:2 (56.) durch einen abgefälschten Freistoß fielen. „Danach war es ein Spiel auf ein Tor, aber wir machen halt das Tor nicht, und dementsprechend gehen wir als Verlierer vom Platz“,sagte Otto. Er macht keinen Hehl daraus, dass er sich Sorgen wegen eines eventuellen Abstiegs macht, dennoch ist er überzeugt, dass es die nötigen Punkte gibt – am besten noch vor der Winterpause. Das Team jedenfalls sei selbstbewusst und couragiert aufgetreten. Dahingehend konnte Otto der Mannschaft keinen Vorwurf machen.

SSV: Wazakowski – Czogalla, Paulmann, Weidenmüller, Scholer (75. Bruser), Herhalt, Dames, Brusberg, Francke, Evangelista (62. Grünewald), Franke (85. Hofmeier).

HSV Langenfeld – Spvg. Solingen-Wald 03 1:3 (0:2). Der HSV verlor nach dem Pokal-Aus auch das zweite Duell mit Solingen-Wald in dieser Saison. Dabei gerieten die Hausherren schon nach fünf Minuten ins Hintertreffen. Nach deren 25 bauten die Gäste ihren Vorsprung noch weiter aus – und zerstörten mit den beiden recht frühen Erfolgserlebnissen wohl den Spielplan des HSV gänzlich. Dessen Trainer-Duo Marc Adomako und Abdel Haddad setzte zur Pause auf einen Doppelwechsel, so kam etwa Daniel Meijning für Arian Ugljani. Meijning sollte die Geschichte dieses zweiten Spielabschnittes maßgeblich mitschreiben. Denn zunächst sorgte der 20-Jährige noch einmal für Spannung: Sein Tor in der 68. Minute verkürzte den komfortablen Vorsprung der Gäste erheblich und brachte den HSV zurück ins Spiel. Doch Meijning schrieb sich nach seiner guten Aktion auch mit einer schlechten in die Spielgeschichte ein. Nachdem er nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung die erste Verwarnung gesehen hatte, musste er nach wiederholtem Foulspiel das Feld nach 84 Minuten mit Doppelgelb verlassen – ein Bärendient für seine Mannschaft. Die geriet in Unterzahl nun in Schwierigkeiten, und statt den Ausgleich zu bejubeln, musste sie in der Nachspielzeit einen weiteren Gegentreffer hinnehmen (90.+5). Ein Verantwortlicher war vor Redaktionsschluss telefonisch nicht zu erreichen.

HSV: Cyrys – Steinfort, Ngoma Ndey, Beyen, Wallraf (46. Wallbaum), Krayer, Ah. El Morabiti, Dietz, Rapp (58. Ay. El Morabiti), Ugljani (46. Meijning), Schwake. Besonderes Ereignis: Gelb-Rote Karte für Meijning.

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