Fußball, Bezirksliga Der Druck im Derby ist immens

Langenfeld/Monheim · In der Fußball-Bezirksliga empfängt der SSV Berghausen die Sportfreunde Baumberg II zum Kellerduell. Der HSV will die Serie gegen Ayyildiz brechen und gegen diesen Gegner erstmals gewinnen.

 Trainer Frank Stoffels gastiert mit der SFB-Reserve beim SSV Berghausen.

Trainer Frank Stoffels gastiert mit der SFB-Reserve beim SSV Berghausen.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

So sieht es am Wochenende in der Fußball-Bezirksliga aus.

SC Ayyildiz – HSV Langenfeld. Von den bisher drei Duellen mit dem SC Ayyildiz konnte der HSV bis dato noch keines für sich entscheiden. So ging auch das Hinspiel zum Auftakt in die laufende Spielzeit 1:4 verloren. Dementsprechend sinnt die Auswahl des Duos Marc Adomako und Abdel Haddad am Sonntag (15.15 Uhr) auf Wiedergutmachung. Mittlerweile stellt sich die Situation zudem ein wenig anders dar. Nicht nur wird der HSV nun von einem anderen Trainerteam geführt, die Gastgeber sind zudem bis vor die Abstiegszone gerutscht und warten seit vier Spielen auf einen „Dreier“. Dass die Remscheider nicht zur Crème de la Crème der Liga gehören, zeigt sich  auch an ihrem Torverhältnis. Zwar erzielten sie bereits 42 Treffer und stellen damit eine ebenso potente Offensive wie Tabellenführer ASV Mettmann, die Defensive aber ließ schon 46 Tore zu – noch schlechter stehen nur die Aufsteiger Burscheid und Gräfrath da. Aufpassen sollte der HSV definitiv auf Luca Lenz und Fatih Kurt, die mit je 14 Toren zu den besten fünf Schützen der Runde gehören. Statistisch netzen sie jeweils einmal, wenn sie auf dem Platz stehen.

SSV Berghausen – SF Baumberg II. Das Derby als Krisengipfel: Wenn am Sonntag (15.30 Uhr) der SSV mit Trainer André Köhler auf die Reserve der Sportfreunde unter Übungsleiter Frank Stoffels trifft, duellieren sich zwei Mannschaften die nach der jüngst abgelaufenen Hinrunde in argen Abstiegsnöten stecken. Berghausen weist zwei Siege und elf Niederlagen aus, Baumberg vier Siege und zehn Niederlagen. Die Hausherren warten seit sechs Spielen auf einen Sieg, die Gäste gar seit elf Partien. Dementsprechend gehen beide Trainer davon aus, dass das Aufeinandertreffen von Verunsicherung geprägt sein wird. „Wir begegnen uns auf Augenhöhe – einer sehr niedrigen in Sachen Selbstbewusstsein“, sagt Köhler. Dem pflichtet sein Gegenüber bei, schiebt den Löwenanteil des Drucks aber auf die Gegenseite indem Stoffels sagt: „Wir haben ein paar Pünktchen mehr. Der Druck, nicht zu verlieren, ist bei Berghausen noch größer.“

Letztendlich, glaubt Stoffels, ist die Tagesform noch bedeutender als ohnehin schon. „Es können am Ende einzelne Spieler sein, die den Unterschied machen“, erläutert er. Freilich wird es auch darauf ankommen, wie die Kontrahenten mit dem der mentalen Last umgehen können. Beide Trainer setzten hier ihre Prioritäten im Training, in das sie die nötige Lockerheit hineinbringen wollen. Beide betonen überdies, dass die größte Schwäche des jeweils anderen Teams wohl derzeit in genau diesem Bereich liegt – Druck in Form eines schnellen Tores oder hohem, intensiven Anlaufen stehen in den Taktikplänen demnach weit oben.

Köhler hatte nach dem 4:5 gegen den SV Solingen zugegeben, dass die größte Aufgabe derzeit darin bestehe, seine Spieler wieder aufzubauen. „Die Niederlage hat uns die vergangenen drei Tage beschäftigt, aber die Analyse ist abgeschlossen“, sagt er jetzt, „es hilft ja nichts, wir müssen nach vorne blicken.“ Und da sieht er durchaus Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke brechen: „Wir haben vier Tore geschossen – und hätten noch mehr schießen können. Wir spielen nicht schlecht, es ist nur ärgerlich, wenn man sich für den Aufwand nicht belohnt.“ Das Hinspiel endete 2:0 für die SFB.

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