Springen, Sprinten, Stoßen

Vier Nachwuchs-Sportler der Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL) treten bei der Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaft in Jena an. Dort wollen die jungen Athleten an ihre Leistungen in der Qualifikation anknüpfen.

Wenn am kommenden Wochenende die Deutsche Leichtathletik-Jugendmeisterschaft in Jena beginnt, werden auch einige Nachwuchs-Sportler aus Langenfeld am Start sein. Insgesamt vier junge Athleten der SGL haben sich im Vorfeld bei den Nordrhein-Meisterschaften unter der Leitung von Trainer Dirk Zorn für das Turnier qualifiziert.

Die Kugelstoßerin Christina Krebs peilt die Endrunde an. Foto: RM-

Nun dürfen sie sich mit Gleichaltrigen aus der gesamten Bundesrepublik messen. Angesichts der starken Konkurrenz aus großstädtischen Sportvereinen bleiben die Teilnehmer eher bescheiden und konzentrieren sich voll auf ihre Leistung.

Lukas Bulla, der seit acht Jahren Hochsprung betreibt, startet im ersten Jahr in der männlichen B-Jugend. Entsprechend zurückhaltend sind seine Erwartungen, obwohl er sich im nationalen Vergleich wohl zu den Besten seiner Sportart zählen darf. "Ich will mich nicht unter Druck setzen, sondern einfach mal springen und Erfahrungen sammeln", sagt Lukas.

Das Ticket zur Deutschen Meisterschaft löste er mit einer gesprungenen Höhe von 1,95 Metern. Sein persönlicher Rekord liegt noch einmal drei Zentimeter höher. Er hofft daher, diese Höhe erneut zu erreichen und "vielleicht sogar an der Marke von zwei Metern zu kratzen."

Dabei sein ist alles

Bob Grauer (männliche B-Jugend) und Steffen Paffrath (männliche A-Jugend) gehen als Sprinter über 100 Meter an den Start. Wie ihr Vereinskollege Lukas treten sie das erste Mal in den jeweiligen Altersklassen an und wünschen sich, den Endlauf zu erreichen.

Bob qualifizierte sich mit einer herausragenden Zeit und seinem persönlichen Rekord von 10,96 Sekunden für die Deutschen Meisterschaften. Trotzdem will er nicht von einer Medaille sprechen: "Unter die besten Acht zu kommen wäre toll. Und wenn ich dabei noch mal die 11 Sekunden unterbiete, bin ich mehr als zufrieden."

Die Qualifikation von Steffen fiel deutlich knapper aus, er unterbot die Mindestzeit von 11:20 um nur eine Sekunde. Da sich der Sprinter nicht als Favorit sieht, geht er ganz locker an die Sache heran. "Ich freue mich einfach, dass ich dabei sein darf", unterstreicht Steffen Paffrath.

Die letzte im Bunde und somit einzige weibliche Athletin der SGL ist Christina Krebs. Die leidenschaftliche Kugelstoßerin erkämpfte sich das Ticket zur Meisterschaft mit einer Weite von 12,25 Metern. Ihre persönliche Bestleistung von 13,67 Metern liegt allerdings schon weit über der geforderten Qualifikationsweite.

Trotzdem hat sie sich "nur" die Endrunde als Ziel gesetzt und bleibt wie ihre Teamkollegen zurückhaltend. "Ich bin gut vorbereitet, möchte aber noch nicht von einer bestimmten Weite ausgehen. Das hängt immer von den äußeren Umständen und der Form der Konkurrenz ab."

Intensive Vorbereitung

Trainer Dirk Zorn schätzt die Zielsetzungen der vier Teilnehmer als "realistisch" ein. Seine Schützlinge sind optimal vorbereitet: Bereits an Ostern besuchten sie ein Trainingslager in Italien. Zudem führte Zorn neben den drei regulären Trainingseinheiten pro Woche eine weitere ein, die allein für die Qualifikanten gedacht ist. Trotzdem will er nicht von Medaillenchancen und Podestplätzen sprechen, denn seine Athleten stehen ohnehin schon unter enormem Druck.

"Obwohl Bob und Lukas zu den besten Sportlern ihrer Altersklasse zählen und Christina die U-18 WM nur knapp verpasst hat, ist die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft etwas anderes", meint Zorn. "Ich hoffe einfach nur, dass alle verletzungsfrei bleiben und möglichst an ihre bisherigen Leistungen an anknüpfen können."

(nico)