Lokalsport: Sportkeglerinnen kämpfen um den Aufstieg

Lokalsport : Sportkeglerinnen kämpfen um den Aufstieg

Der Meister der NRW-Liga kann am 11./12. März die direkte Rückkehr in die Bundesliga schaffen.

Den letzten Spieltag in der NRW-Liga 2016/2017 konnten die Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld ziemlich locker angehen, weil der Druck weg war - und Langenfeld schon vor der Partie beim Verfolger Viktoria Herne als Meister feststand. Der SKC hatte vor einer Woche das Spitzenspiel gegen die SK Kleve deutlich für sich entschieden (4824:4505/3:0) und dadurch seine Position an der Tabellenspitze entscheidend ausgebaut. Trotzdem ging die Mannschaft gut motiviert an den Start, um sich nicht sportlich unter Wert zu verkaufen. Der Plan gelang den Gästen auch, obwohl sie eine Niederlage einstecken mussten - 4601:4746. Die Resultate in den Einzelwertungspunkten (33:45) reichten insgesamt aber für den auswärts durchaus nicht selbstverständlichen Zusatzpunkt aus (1:2).

Den ersten Block beendete Langenfeld mit einem 38-Holz-Rückstand. Kathrin Schnepf (792 Holz) kam ganz gut zurecht und zeigte eine fehlerfreie Leistung, während Manuela ter Haar (738) auf den Bahnen der Gastgeberinnen ein paar Schwierigkeiten hatte und deshalb ein überzeugendes Resultat verpasste. Beste Spielerin des Mittelblocks war Sandra Kaiser (804), die von Beginn an beherrschend auftrat. Einen starken Eindruck hinterließ auch Anna Ribbers, die als Nachwuchs-Spielerin eine Chance bekommen sollte - und die Gelegenheit nutzte (749). Das Duo Kaiser/Ribbers konnte den Rückstand der SKC-Damen dadurch sogar um acht Holz verkürzen.

Im Schlussblock hatte Anna Röhrig dann Pech, weil sie nach 60 Wurf (370 Holz) wegen zu stark gewordener Oberschenkel-Probleme aufhören musste. Für Röhrig machte Ersatzspielerin Rita Müller weiter, die insgesamt 719 Holz auf das Langenfelder Konto brachte. Birgit Meierjohann ließ - obwohl es um nicht mehr besonders viel ging - für die Gäste noch einmal einen hervorragenden Durchgang folgen (799). Am Ende konnte der SKC mit dem Finale in der NRW-Liga trotz der Niederlage leben und die Mannschaft kämpft jetzt in rund zwei Wochen um die direkte Rückkehr in die Bundesliga.

Am 11. und 12. März (Vorlauf/Endlauf) bewerben sich in Koblenz-Horchheim drei Kandidaten für zwei zu vergebende Plätze in der höchsten deutschen Klasse. Die Teilnehmer am Relegationsturnier sind der SKC Langenfeld/Paffrath als Meister der NRW-Liga, der SKC Hüttigweiler als Meister des Saarlandes und die SG 63 Aachen-Knickertsberg als Dritter der Bundesliga-Abstiegsrunde. Die Langenfelderinnen wollen sich entsprechend vorbereiten und dann alles geben, um sich den Traum vom Wieder-Aufstieg zu erfüllen.

(joj)
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