Sportfreunde Baumberg II und HSV Langenfeld treffen sich wieder

Fußball : Bezirksliga-Derby steht im Fokus

Vor einem Jahr stiegen die SF Baumberg II und der HSV Langenfeld gemeinsam auf, in dieser Saison läuft es noch nicht rund. Sonntag treffen sich beide Teams wieder. Der SSV Berghausen tritt bei TuS Gerresheim an, der SC Reusrath empfängt den TSV Solingen.

Der Arbeitstag war für Marcel Bergkemper schon früh beendet. Der Spielmacher des Fußball-Bezirksligisten SF Baumberg II (SFB) zog sich im Duell mit der DJK Neuss-Gnadental (3:4) einen Muskelfaserriss zu und musste bereits in der zehnten Spielminute durch Emilio Evangelista ersetzt werden. Zwar hat der 27 Jahre alte Feuerwehrmann zweifelsohne das fußballerische Potenzial für höhere Spielklassen, aber er wird durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. „Schon in den letzten Wochen hatte Marcel gesundheitliche Probleme und ist länger ausgefallen. Es ist bitter, dass es ihn jetzt wieder erwischt hat. Wie lange er fehlt, ist noch offen“, sagt SFB-Spielertrainer Sven Steinfort.

Neben Bergkemper müssen die Baumberger auch auf ihren erfahrenen Torjäger Stefan Laschewski (Bandscheibenvorfall) verzichten. Weil der Defensiv-Spezialist Steinfort aufgrund einer Entzündung der Achillessehne ebenfalls seit Wochen passen muss, fehlen dem jungen Team wichtige Stützen. Trotz ihres hohen Aufwands mussten die SFB sieben Niederlagen hintereinander hinnehmen. Dadurch rutschten sie mit nur sieben Punkten auf den vorletzten Platz ab (Rang 17).

Vor einem Jahr stieg Baumberg noch gemeinsam mit dem HSV Langenfeld in die Bezirksliga auf – und am Sonntag (15 Uhr, Sandstraße) treffen die Teams erneut aufeinander. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass wir zuletzt den Abstiegskampf phasenweise nicht angenommen haben. Die Bereitschaft und die Qualität haben leider gefehlt. Eigentlich muss man in Neuss gewinnen, weil es bisher der schwächste Gegner war. Der HSV ist jetzt der klare Favorit gegen uns“, betont Steinfort.

Doch auch die Langenfelder befinden sich in einer sehr schwierigen Situation – was die jüngste 0:1-Pleite gegen Abstiegskandidat DSC 99 Düsseldorf noch unterstrichen hat. „In der ersten Halbzeit hat die Einstellung gefehlt, und der Gegner war galliger. Wir haben uns dann zwar gesteigert, aber das Glück fehlte“, sagt Daniel Gerhardt, der als Sportlicher Leiter den HSV unterstützt.

Die Langenfelder leiden momentan unter enormen Personalsorgen und trainieren nur mit zwölf Spielern. Unter anderem fallen Marvin Klein, Alessandro Petri und Kai Weidenmüller aus. „Natürlich fehlen uns viele Hochkaräter, aber wir wollen uns nicht hinter den Ausfällen verstecken. Wenn wir ohne Herz und Leidenschaft dabei sind, müssen wir sonntags erst gar nicht auf den Platz gehen. Die Niederlage gegen Düsseldorf war für jeden Spieler eine klare Warnung“, betont HSV-Coach Daniel Cartus, der unbedingt den 13. Platz verlassen will (zwölf Zähler).

Wie personelle Probleme kompensiert werden können, macht der SSV Berghausen eindrucksvoll vor. So konnte er gegen den TSV Eller (1:0) die Ausfälle der Innenverteidiger Jonas Hofmeier, Robin Witt und Marcel Gerasch auffangen. Auch Björn Hill vertritt den urlaubenden Stammkeeper Oliver Wazakowski herausragend. „Wir haben Torhüter in unseren Reihen, die eine hohe Qualität miteinander verbindet. Nach den fünf Siegen ist die Stimmung bei allen Spielern sehr gut“, betont SSV-Coach Patrick Michaelis. Der Sechste (21 Punkte) tritt Sonntag (15 Uhr) bei Aufsteiger TuS Gerresheim an.

Der SC Reusrath (SCR) wird von vielen Konkurrenten als ein Anwärter auf den Landesliga-Aufstieg gehandelt, doch er will sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Weil auch beim Vierten Reusrath (23 Punkte) viele Spieler ausfallen, konnte sich im Spiel beim TV Kalkum-Wittlaer (2:0) sogar Hendrik Schulte aus der A-Jugend beweisen. Der Rechtsverteidiger ersetzte sehr erfolgreich den wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrten Viktor Ergardt. Sonntag (15.30 Uhr, Sportpark Reusrath) steht das Heimspiel gegen den TSV Solingen an. Co-Trainer Marco Schobhofen warnt: „Zuletzt haben die Jungs ihre Sache ganz gut gemacht. Wir stehen aber jetzt vor einem engen Spiel, weil wir uns mit dem TSV immer schwergetan haben.“

Mehr von RP ONLINE