Spitzenreiter ist eine Nummer zu groß für Langenfeld

Abstiegskampf 3. Liga: Spitzenreiter ist eine Nummer zu groß für Langenfeld

Der um den Klassenerhalt kämpfende Handball-Drittligist SGL verlor gegen die HSG Krefeld deutlich mit 23:33. Es hätte noch schlimmer kommen können.

Dieser Weg wird ein weiter sein, vielleicht sogar zu weit. Der Handball-Drittligist SG Langenfeld (SGL) könnte sich darauf zurückziehen, dass er gestern am Freitagabend als krasser Außenseiter ins Heimspiel gegen den Tabellenführer HSG Krefeld gegangen war und natürlich keine Punkte eingeplant hatte. Schmerzhaft verliefen die 60 Minuten trotzdem, denn der Spitzenreiter setzte sich vor allen Dingen nach der Pause mühelos durch und gewann deshalb glatt mit 33:23 (16:13). „Die waren eine Nummer zu groß für uns“, sagte SGL-Trainer Markus Becker. Während Krefeld weiter auf Platz eins liegt (14:2 Zähler), bleibt die SGL (1:15) als einziges siegloses Team der 3. Liga Letzter.

In der ersten Viertelstunde sah Langenfeld bei wechselnden Führungen noch gut aus, zumal der Favorit sichtlich im Schongang unterwegs war und nicht viel mehr als das Nötigste tat – 8:8 (15.). Bis zum 12:13 (25.) blieben die Gastgeber dran, ehe sich die HSG bis zur Pause auf 16:13 (30.) absetzen konnte. Was immer Gegenstand der Langenfelder Halbzeit-Besprechung gewesen sein mag, war dann auf dem Feld kaum zu erkennen – und die Angelegenheit nach acht Minuten durch fünf Gegentreffer hintereinander beim Stande von 13:21 (38.) entschieden.

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Die Chancen der Hausherren, denen der verletzte Rückraumspieler Maurice Meurer (Knie) an allen Ecken und Enden fehlte, sanken mit der Roten Karte gegen Hendrik Heider (47.) sogar unter den Nullpunkt und Krefeld konnte es sich jetzt locker erlauben, denen einen oder anderen zum Stammpersonal zählenden Spieler zu schonen. Bester Langenfelder Werfer und zugleich bester Feld-Torschütze in diesem einseitigen Duell war Felix Korbmacher mit acht Treffern. Das schönste Tor des Abends steuerten jedoch die Gäste bei, als Marcel Goerden das 27:18 (51.) vom Kreis aus erzielte – vorher perfekt angespielt von Simon Ciupinski, der bei seinem Pass in eine ganz andere Richtung geschaut hatte. Da musste Langenfelder noch einmal erkennen, dass dieser Weg ein weiter sein wird.

SG Langenfeld: Riebau, Thommessen – Heider (3), Jung (2), Preissegger (1), Heyde (3), Schirweit (1), Korbmacher (8), Eich (1), Boelken (1), Hüfken (3), Raschke, Nelte.

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