Volleyball : Spiel mit dem Feuer

Die um den Klassenerhalt kämpfenden Verbandsliga-Volleyballer der SG Langenfeld machten es in der Partie beim Moerser SC II sehr spannend. Erst nach dem 0:2 und einem kompletten Personaltausch gelang die Wende zum 3:2.

Die Verbandsliga-Volleyballer der SG Langenfeld (SGL) gönnten sich in der für den Klassenerhalt wichtigen Partie beim Moerser SC II einen langen Anlauf und drohten sogar in eine ziemlich bittere Niederlage zu rutschen. Später konnte das Team von Spielertrainer Mark Nahrstedt aber gerade noch rechtzeitig den Schalter umlegen — und durch den knappen 3:2 (20:25, 17:25, 25:17, 25:12, 15:5)-Erfolg zwei für den Kampf gegen den Abstieg dringend benötigte Punkte mit nach Hause nehmen.

Geschlagene zwei Abschnitte lang musste sich Nahrstedt wie im ganz falschen Film vorkommen. Die Hausherren, die zuvor in eigener Halle keinen einzigen Satz gewonnen hatten, legten deutlich vor — 25:20, 25:17. Langenfeld wirkte bis dahin sehr müde und reichlich überheblich. Von Respekt gegenüber Moers, in dessen sehr junger Mannschaft auch die Westdeutschen Meister im Beachvolleyball der Altersklasse U 17 stehen, war wenig zu spüren.

Blitzartig völlig anders

Die Gastgeber wirkten organisierter und gedanklich schneller. Folge: Der SGL-Coach nahm bald die ersten Veränderungen in seiner Aufstellung vor. Ein echter Aufschwung trat aber erst ein, nachdem Langenfeld zum dritten Satz die komplette personelle Rotation vollzog, nun auch den Kampf annahm und so blitzartige die Wende einleitete. Moers wirkte ab jetzt hilf- und wehrlos, sodass die SGL nicht mal mehr ansatzweise in Schwierigkeiten geriet.

Tiebreak ohne Probleme

Mit dem 25:17 und 25:12 kam es zum entscheidenden Tiebreak, den die Gäste ab dem 4:4 über eine Aufschlagserie von Stephan Schumacher beherrschten (15:5). Nahrstedt atmete auf: "Manchmal sorgt die Erfahrung eben für den Unterschied. Wir haben hier durch Unaufgeregtheit und Durchsetzungskraft die Weichen auf Sieg gestellt.

SG Langenfeld: Schafföner, Nahrstedt, Larue, Schmitz, Klaudt, Pejcinovic, Schumacher, Hofmann, Köller, Neumann.

(RP/rl)