Reitsport : Spannung auf Top-Niveau

Die Rheinischen Meisterschaften der Reiter auf Gut Langfort lieferten über vier Tage wieder sehenswerten Pferdesport. Volker Höltgen aus Monheim schaffte es bis ins entscheidende S-Springen und wurde am Ende Elfter.

Einen runden Geburtstag feierten die Rheinischen Meisterschaften, denn der hochklassige Reiterwettbewerb hatte jetzt zum zehnten Mal Sportler sowie Pferdeliebhaber auf das ehemalige Rittergut Langfort gelockt. Die Zehn war aber nicht die einzige Zahl, die Turnierleiter Rolf-Peter Fuß im Vorfeld durch den Kopf schwirrte. Immerhin standen an vier Tagen insgesamt 60 Prüfungen auf dem Programm und es ging unter anderem um elf der begehrten Meisterschärpen. Inzwischen konnte Fuß die Zahlen durch Namen ersetzen. Dabei stellte er fest, dass es auf den Siegertreppchen keine großen Überraschungen gab. Die Qualität der Wettbewerbe fiel trotzdem sehenswert aus. "Einige Finals waren an Spannung kaum zu überbieten", sagte Fuß.

Artistisch: Die Voltigierer der VRG In den Auen waren auf Pure Passion mit atemberaubenden Darbietungen eine Klasse für sich. Foto: Matzerath

Gina-Sophia Giordani (RG Hausdorp) ist neue Rheinische Meisterin der Jungen Reiter, denn sie blieb im Springen mit Liberty Son fehlerlos — anders als drei hartnäckige Konkurrentinnen (alle vier Fehlerpunkte) Einzig im Finalspringen der Reiter/Senioren hatte das Spannungsbarometer am Ende noch einen Anstieg zu verzeichnen, denn nach dem zweiten Umlauf lagen Matthias Gering mit Kleine Schwester (Reit- und Fahrverein Hubertus Anrath-Neersen) und Alexander Hufenstuhl (Süttenbacher RSG) mit Cincinnati nach Punkten gleichauf. Damit war ein Stechen erforderlich.

Vorteil im Stechen

Gering zeigte zunächst eine vielversprechende Leistung, ehe in der zweifachen Kombination gleich bei beiden Sprüngen Stangen fielen. Bei Hufenstuhl lief es dagegen nahezu fehlerlos, sodass sich der 24-Jährige seinen ersten Titel sicherte. Die Junioren-Schärpe im Springen ging an Victoria Lauff (RG Zülpich-Merzenich), während Debby Sterzenbach (Förderverein für Turnier- und Reitsport Mülheim) den Pony-Sieg mit nach Hause nahm.

Caroline Wetzler (RV Scherpenseel) ging 2012 altersbedingt zum letzten Mal für die Junioren-Dressur an den Start. Nachdem sie im vergangenen Jahr noch Silber geholt hatte, schaffte sie es nun nach ganz oben. Mit Sirius Black verzauberte Caroline Wetzler die Wertungsrichter und erreichte in der Endnote 262,644 Punkte. Meisterin in der Dressur der Jungen Reiter wurde Juliette Piotrowski (Förderkreis Dressur im KPSV Neuss), die 2011 den Junioren-Titel gewonnen hatte. Anouk Wiemers (Krefelder RFV) belegte den ersten Platz in Pony-Dressur, während Max Wadenspanner (RFV Hof Roßheide) die Senioren-Wertung gewann.

Schöne Dorfprinzessin

Der Reit- und Fahrverein der Rheingemeinden Monheim (RuFV) mischte zwar im Kampf um die Meisterschärpen nicht ganz vorne mit, verzeichnete aber einige Erfolge. "Für uns verlief das Wochenende sehr gut", bestätigte Volker Höltgen, der selbst ins Finale der Königsdisziplin einzog. Höltgen erreichte mit seiner zehn Jahre alten Stute Dorfprinzessin als 17. das alles entscheidende Drei-Sterne-S-Springen, belegte hier immerhin Rang neun und in der Meisterschafts-Gesamtwertung den elften Platz. Außerdem siegte das RuFV-Quartett mit Viktoria Okken, Caroline Brinkschulte, Vivien Thieltges und Lisa Skamagas im Zwei-Sterne-A-Teamspringen.

(esc)