Volleyball: Spätstart: Wie sich eine lange Busfahrt auswirkt

Volleyball : Spätstart: Wie sich eine lange Busfahrt auswirkt

Volleyballerinnen der SG Langenfeld kehrten in der 3. Liga mit einem 3:1-Sieg aus Oldenburg zurück. Trainer Michael Wernitz war zufrieden.

Die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) steuern in der neuen 3. Liga auf einen versöhnlichen Saisonabschluss zu. Zuerst stand fest, dass auch der Tabellenachte die Klasse hält — und jenen Rang hatte Langenfeld bereits vor den beiden letzten Saisonspielen mindestens sicher. Nun ging es beim bereits als Absteiger feststehenden Oldenburger TB darum, das Bonusprogramm zu erfüllen und vielleicht ein ausgeglichenes Punktekonto zu erzielen. Nach dem 3:1 (22:25, 25:19, 25:20, 26:24) fehlt den Langenfelderinnen dafür jetzt "nur" noch ein Sieg am 23. März (15 Uhr) gegen den Fünften Moerser SC.

Die Gäste starteten schleppend und später gabs nach dem 7:3 die Quittung für die vielen Annahmefehler — 20:20, 22:25. "Es war nicht so, dass wir Oldenburg nicht ernst genommen haben. Das war wohl eher der langen Busfahrt geschuldet", meinte Trainer Michael Wernitz, "die Mannschaft musste erst mal ihre Knochen wieder geschmeidig machen." Genau das schien mit zunehmender Dauer der Partie immer besser zu gelingen.

Den Schalter konnte Langenfeld im zweiten Satz allerdings erst beim Stande von 15:18 umlegen, als die 19 Jahre junge Hannah Lepenies mit sechs Aufschlägen hintereinander den Oldenburger Annahmeriegel knackte. Wernitz: "Hannah hat ihr bislang bestes Saisonspiel abgeliefert." Die taktisch durchdachten Angaben von Steffi Lippert brachten der SGL dann das 25:19 und den 1:1-Ausgleich.

Weil die spielerische Komponente im dritten Durchgang immer besser funktionierte und die SGL zugleich gute Blockaktionen zeigte, begann sich die Waage endgültig zu neigen (25:20). Anschließend gerieten die Gäste im vierten Satz noch mal ins Hintertreffen (1:7, 5:10, 14:17, 20:22), ehe sie übers 24:24 den Sack zumachten (26:24). "Die Fahrt hat sich gelohnt", fand der SGL-Coach, "über die unnötigen Fehler haben sich die Spielerinnen selbst geärgert. Die Laune ist wieder da, die müssen wir jetzt behalten."

SG Langenfeld: Schürholz, Lepenies, Lippert, Kucybala, Drechsel, Röller, Kiss, Man, Eisler.

(-ham)
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