Fußball : Später Nackenschlag

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath muss weiter auf den ersten Punkt in der neuen Saison warten. Gegen den VfB Hilden verlor die Elf von Trainer Michael Kezmann durch einen Treffer in der Nachspielzeit unglücklich mit 0:1.

Trainer Michael Kezmann war draußen der Verzweiflung nah und mit ihm die komplette Bank des Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath. Acht Minuten vor dem Ende befand sich Pawel Kmiotek nach einem der vielen groben Schnitzer in der Defensive des VfB Hilden auf dem vermeintlich sicheren Weg zum 1:0 — zog den Ball jedoch knapp links vorbei.

Da ahnte vermutlich niemand, dass es die Hausherren wenig später noch härter treffen sollte. In der ersten Minute der Nachspielzeit stand VfB-Einwechselspieler Manuel Schulz plötzlich frei und sorgte für Hildens Führung, die trotz intensiver Bemühungen der Richrather selbst vier weitere Extra-Minuten überlebte. TuSpo kassierte so eine sehr schmerzhafte 0:1 (0:0)-Heimniederlage und hängt nach drei Partien ohne einen einzigen Punkt ganz tief im Tabellenkeller fest.

Großartiger Conradi

"So brutal kann Fußball sein", sagte Kezmann "dieses Spiel dürfen wie niemals verlieren." Richrath trat auf jeden Fall über weite Strecken sehr engagiert auf und hätte zumindest das Unentschieden verdient gehabt. "Wir waren die klar bessere Mannschaft", fand der TuSpo-Coach sogar.

Seine Elf hatte aber besonders in der ersten Halbzeit bei den Hildener Gelegenheiten von Florian Marx (3./Ball an die Latte abgefälscht) und Patrick Percoco (17.) einiges Glück. Darüber hinaus musste TuSpo-Keeper Jan Conradi gegen den frei vor ihm auftauchenden Philipp Hombach sein gesamtes Können aufbieten, um den Rückstand zu verhindern (19.).

TuSpo wirkte vorne bei vielversprechenden Szenen zu unentschlossen. Dennis Lichtenwimmer (21.) hätte es einmal alleine probieren müssen, während Marvin Klein mit dem Abspiel auf Lichtenwimmer zu lange wartete (32./Abseits). Später war Angreifer Lichtenwimmer zu eigensinnig (61.), ehe die Szene rund um den Offensiv-Kollegen Kmiotek folgte (82.). Dass Hilden oft Fehler einstreute, hätte TuSpo unbedingt ausnutzen müssen.

Kübbeler ein Vorbild

Im Frust über die Niederlage ging beinah sogar unter, dass der eine oder andere Richrather eine richtig starke Leistung ablieferte. Dirk Drößert machte auf der rechten Seite viel Dampf, bis ihn am Ende die Kräfte verließen. Bester Mann auf dem Platz war allerdings Marc Kübbeler, der im Mittelfeld keinen Ball verloren gab und sich kämpferisch die Top-Note verdiente.

(RP)