Fußball : Später Doppelschlag

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld kamen beim VfB Hilden zu einem 2:2-Unentschieden. Bis kurz vor dem Ende lagen die Gäste mit 0:2 hinten. Dann verwandelte Christoph Roßlenbroich zwei Freistöße zum Ausgleich.

Dieser Punkt fühlt sich fast wie ein Sieg an. Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld konnten schließlich durch das 2:2 (0:1)-Unentschieden beim VfB Hilden nicht nur ihre Niederlagen-Serie stoppen. Der Teil-Erfolg war doppelt wertvoll, denn bis in die Schlussphase hinein lag die Mannschaft von Trainer Oliver Fecker mit 0:2 hinten.

Dann kam der große Auftritt von Christoph Roßlenbroich. Der Flügelflitzer, eigentlich im Mittelfeld zu Hause, musste diesmal in der Viererkette spielen. Am Ende war er aber vorne ganz wertvoll für den HSV, als er kurz nacheinander zwei Freistöße zum 2:2-Ausgleich in den Hildener Torwinkel zirkelte (80./85.). "Ich weiß nicht, woher er das kann. Vielleicht hat er das heimlich trainiert. Am Dienstag war er nämlich nicht beim Training", meinte Fecker.

Die Hausherren stellten über weite Strecken die bessere Elf und vor allem in der ersten Halbzeit schnürte Hilden den HSV in dessen eigener Hälfte ein. Langenfeld war nur durch den Distanzschuss von Alessandro Petri (15.) einmal wirklich gefährlich. Kurz darauf kam der VfB aber schon zum 1:0 (18.) und nach dem Wechsel legte Hilden das 2:0 hinterher (60.). Bei beiden Kopfballtoren hätte HSV-Keeper Normen Litschko den Ball vielleicht vorher abfangen können.

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Hektische Schlussphase

"Es hätte zur Pause 2:0 oder 3:0 stehen können. Aber Hilden hat es verpasst, uns weiter zuzusetzen. Wir haben eine tolle Moral bewiesen und nie aufgesteckt. Deswegen finde ich, dass wir uns den Punkt verdient haben", urteilte Fecker, der weiter eine bemühte Langenfelder Elf sah. Roßlenbroich belohnte die Anstrengungen schließlich mit seinen beiden tollen Toren. Kurz darauf wurde es noch einmal sehr hektisch. Erst flog ein Hildener wegen eines Frust-Fouls an Petri mit der Roten Karte vom Platz (86.).

Und der Held des Tages verabschiedete sich ebenfalls vorzeitig: Roßlenbroich, der bereits verwarnt war, sah wegen eines weiteren Fouls die Gelb-Rote Karte (88.). "In der Summe ist das okay", fand Fecker, der fast von mehr geträumt hätte: "Nach so einem Verlauf ist es natürlich ein ganz anderes Spiel. Wer weiß — noch fünf Minuten länger und wir machen vielleicht das dritte Tor." Das wäre aber bestimmt etwas zu viel gewesen. Und ein gefühlter Sieg war es ja sowieso.

(rod-)