Fußball : So viele Fragezeichen

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath hat eine schwierige Vorbereitung hinter sich und Trainer Marek Lesniak musste oft improvisieren. Fürs Heimspiel gegen den VSF Amern ist er vorsichtig: "Mit einem Punkt könnte ich leben."

Für den Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath sollte vieles anders werden und Teil zwei der Saison 2011/2012 grundsätzlich der Beginn einer besseren Zukunft sein. Und Trainer Marek Lesniak, nach einem mühseligen Auftakt für den damals entlassenen Michael Kezmann geholt, wollte dafür sorgen, dass die Mannschaft nach einer sehr intensiven Wintervorbereitung runderneuert weitermacht — um den Rest an Abstiegsgefahr bald zu bannen. Doch dann lief praktisch nichts nach Plan und vor dem Spiel am Sonntag (15 Uhr, Schlangenberg) gegen den Fünften VSF Amern gibt es vor allem eine Menge Fragezeichen.

Lesniak musste über die komplette Vorbereitung personell kleine Brötchen backen, weil eine Mischung aus verschiedensten Gründen das Aufgebot oft drastisch reduzierte. Betroffen waren auch die Neuen Dominik Kepper (SF Baumberg), der aus privaten und beruflichen Gründen noch gar nicht zur Verfügung stand, und Paulo Orlando Samuel (zuletzt Schwelm), der beim 0:3 im Test gegen den Landesligisten VfL Leverkusen eine Bänderverletzung erlitt. Orlando könnte immerhin theoretisch ins Team zurückkehren, während etwa das Mitwirken von Dirk Drößert (Meniskus-Operation) ausgeschlossen und der Einsatz des angeschlagenen Stürmers Dennis Lichtenwimmer zumindest gefährdet ist.

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Keeper Conradi als Stürmer

"Die Vorbereitung ist ganz anders verlaufen, als ich mir das erhofft hatte", sagt Lesniak, "das ist jetzt nicht einfach." Wie angespannt die Lage wirklich ist, zeigte kürzlich auch der 6:3-Sieg im Test gegen den Bezirksligisten Ayyildiz Remscheid — als der sonstige Stammkeeper Jan Conradi aus der personellen Not heraus als Feldspieler mitmachte und sogar zwei Treffer beisteuerte.

Kurt als Stabilisierungs-Faktor

Obwohl TuSpo unter Lesniaks Regie noch kein Heimspiel gewann (zwei Unentschieden, eine Niederlage), gibt der Coach ein bescheidenes Ziel aus: "Wenn wir einen Punkt holen, kann ich damit leben." Zur vermutlich dringend nötigen Stabilität in der Defensive soll Yasar Kurt beitragen. Der dritte Winter-Neuzugang (zuletzt ASV Wuppertal/Bezirksliga) hat viel Erfahrung und ist mit 37 Jahren geeignet, gemeinsam mit Keeper Conradi und Kapitän Jens Hülsen in der Mannschaft eine wichtige Führungsrolle einzunehmen. Ansonsten gibt es am Schlangenberg wenigstens bis zum Sonntag viele Fragezeichen.

(RP/rl)