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Lokalsport: Skaterhockey: Devils-Traum vom Aufstieg in die 1. Liga ist vorbei

Lokalsport : Skaterhockey: Devils-Traum vom Aufstieg in die 1. Liga ist vorbei

Die SG Langenfeld Devils haben die Play-Offs verpasst, in denen es um den Aufstieg in die 1. Skaterhockey-Bundesliga geht. Am letzten Spieltag der Normalrunde in der 2. Bundesliga Nord unterlagen die ohne ihren Trainer Thomas Schütt (Urlaub) angetretenen Devils bei den Düsseldorf Rams vor rund 200 Zuschauern unerwartet klar mit 6:15 (0:5/4:8/2:2). Langenfeld hätte einen Erfolg gebraucht, um den Rivalen im Kampf um den zweiten Platz hinter sich zu lassen. So reichte es mit 31 Zählern lediglich zu Rang vier hinter den Commanders Velbert (39 Punkte), den Rams (36) und dem Crefelder SC II (33). Trotz aller Enttäuschung zeigten sich die Langenfelder als fairer Verlierer. "Die Rams haben clever gespielt und verdient gewonnen", sagte Kapitän Henk Ginsberg.

Überschattet wurde die vom Kampf bestimmte, jedoch insgesamt fair geführte Auseinandersetzung zwischen den beiden Nachbarn von einem Zwischenfall im letzten Drittel: Langenfelds Christoph Hermes erlitt eine schwere Fußverletzung, als er im Zweikampf auf die Bande prallte. Der 33 Jahre alte Stürmer musste daraufhin mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

In der temporeichen und hochklassigen Partie erwischten die Hausherren den viel besseren Start - 2:0 (5./6.). Auf der Gegenseite rettete Rams-Goalie Jan Spaltmann gegen Langenfelds Moritz Matzkies in höchster Not, ehe der Konter direkt darauf das 3:0 (9.) brachte. Auch in der Folgezeit sorgten die Hausherren für sehr viel Druck aufs Devils-Tor - in dem Florian Moths phasenweise unter Dauerbeschuss stand. Kein Wunder: Im ersten Drittel gab es noch das 4:0 (10.) und 5:0 (20.) für Düsseldorf.

Im Mitteldrittel versuchten es die Devils immer wieder mit Distanzschüssen, doch Matzkies (24.), Marius Limper (25.) und Henrik Hermes (26.) scheiterten jeweils knapp. Auf der Gegenseite waren de Rams effektiver - 6:0 (25.). Dennoch gestaltete Langenfeld das Geschehen nun offener und kam durch Victor Uhl auch zum 1:6 (26.). Nach dem 1:7 (27.) verkürzten Christoph Hermes (31.) und Constantin Uhl (31.) auf 3:7, aber die Hausherren antworteten mit fünf Toren hintereinander zum 12:3 (37.), bevor Kai Braun auf 4:12 verkürzte (38.).

Nach dem 4:13 am Ende des zweiten Drittels wechselte Langenfelds Co-Trainer David Jener auf der Torhüterposition Cedric Knez für Moths ein. Kai Braun (42.), Constantin Uhl (43.) und Tim Schmitz (44.) hatten dann noch sehenswerte Möglichkeiten. Darüber hinaus musste der Rams-Torhüter bei den Szenen für Ginsberg (48.) und Limper (52.) sein ganzes Können aufbieten. Die Devils-Treffer im Schluss-Abschnitt steuerten Matzkies (47./5:13) und Ginsberg bei (57./6:15).

Am Ende richteten die Devils sogar den Blick nach vorne. "Wir sind mit dem Saisonverlauf zufrieden", sagte Kapitän Ginsberg. Für die Serie 2018 sei es jetzt das Ziel, möglichst viele junge Nachwuchsspieler an das Niveau der 2. Bundesliga heranzuführen. Ginsberg: "Bei uns sind genügend Talente vorhanden."

(hel)