Lokalsport: Sharon Beck zieht es nach Hoffenheim

Lokalsport : Sharon Beck zieht es nach Hoffenheim

Bayers Fußballerinnen unterlagen im letzten Heimspiel der Saison dem SC Freiburg mit 1:3 (0:1).

Der sportliche Wert des letzten Heimspiels von Bayers Bundesliga-Fußballerinnen hielt sich in Grenzen. Weit mehr als an dem Spiel gegen den SC Freiburg, das mit einer 1:3-Niederlage endete, waren die rund 430 Zuschauer daran interessiert, das Team und die Abgänge zu verabschieden. Überraschungen gab es dabei nicht.

Schon vorher war bekannt geworden, dass das Trio künftiger Ex-Spielerinnen - Carolin Simon (SC Freiburg), Marisa Ewers (Birmingham City LFC) und Anna Gasper (Turbine Potsdam) - zum Quartett angewachsen war: Sharon Beck gab ihren Wechsel zum Liga-Konkurrenten 1899 Hoffenheim bekannt. Nur noch bedingt auf dem Zettel hatten viele Zuschauer die fünfte Spielerin, die verabschiedet wurde. Kein Wunder: Jana Schwanekamp hat seit ihrem Wechsel aus Gütersloh noch keinen einzigen Ligaeinsatz für Bayer absolviert. Daran änderte auch das letzte Heimspiel der Saison nichts.

Simon und Ewers standen dagegen wie gewohnt in der Startformation. Gasper kam zur Halbzeit in die Partie. Das Trio nutzte die Gelegenheit, dem Publikum im Ulrich-Haberland-Stadion noch ein letztes Mal die eigenen Qualitäten in Erinnerung zu rufen. Das Bemühen um einen erfolgreichen Abschluss war ihnen und ihren Teamkolleginnen anzumerken. Gereicht für einen Punktgewinn hat das allerdings nicht, denn die Leverkusenerinnen verwandelten die 90 Minuten unfreiwillig in eine Art Saisonzusammenfassung.

Schwächen im Abschluss waren ein zuverlässiger Wegbegleiter, und in dieser Tradition fanden Simons gefährliche Hereingaben in der Startphase gegen die künftigen Teamkolleginnen gleich zweimal keinen Abnehmer. Im spielerischen Rückblick gegen Freiburg durften auch mangelndes Glück im Spiel und unnötige Gegentore nicht fehlen - beides perfekt vereint im Treffer von Nationalspielerin Lena Petermann (22.). Sie nutzte die erste Chance des SCF.

Aber die Leverkusenerinnen zeichnete auch eine gute Moral aus. Sie gaben nie auf und kamen nach einem Freiburger Eigentor zum Ausgleich (71.). Dass sie sich durch zwei späte Gegentreffer noch um den Ertrag für ihren hohen Aufwand brachten, war allerdings ebenso typisch für diese Saison.

Bayer: Klink - Wich, Krahn (61. Schwab), Hegering, Simon - Barth, Ewers, R. Knaak, Widak (46. Gasper) - Sundov, Weber.

(RP)