Handball: SGL muss ohne Meurer weiterkämpfen

Handball: SGL muss ohne Meurer weiterkämpfen

Der Spieler verletzt sich bei der Begegnung gegen Longerich am Knie. Die Kölner siegen erwartungsgemäß.

Auch die vierte Niederlage erschütterte die Drittliga-Handballer der SG Langenfeld nicht, aber das 23:30 (12:26) gegen den Longericher SC könnte mehr gekostet haben als nur zwei Punkte. Der Aufsteiger dürfte eine sehr lange Zeit auf seinen besten Torschützen verzichten müssen. Maurice Meurer, für gewöhnlich im Rückraum der Grün-Weißen zu finden, verletzte sich kurz vor Ende der ersten Hälfte bei einem Zusammenstoß am Knie. „Es ist nichts gebrochen“, berichtete der Sportliche Leiter Dennis Werkmeister von der ersten Meldung aus dem Krankenhaus. Bis zu einer belastbaren Diagnose müssen sich die Langenfelder und nicht zuletzt Meurer jedoch noch gedulden. Ein MRT-Termin in dieser Woche soll Aufschluss bringen.

Die Befürchtungen reichten am Samstagabend jedenfalls bis zu einem Kreuzbandriss – was für den 20-Jährigen ziemlich sicher das Saisonaus bedeuten würde. Getragen von zwei Physiotherapeuten, dem gegnerischen Keeper und Teamkollegen Dominik Jung war Meurer nach kurzer Behandlung auf dem Feld in der 29. Minute zunächst in den Geräteraum getragen worden. In der Halbzeitpause konnte er nur von zwei Seiten gestützt den Weg zum Auto absolvieren, ehe er sich am Abend ersten Untersuchungen im Krankenhaus unterzog.

Selbst wenn die Diagnose milde ausfallen sollte, dürfte Meurer, der in viereinhalb Spielen auf 35 Tore kommt, mehrere Wochen auf das Handballspielen verzichten müssen. „Wir müssen geschlossen agieren und sehen, dass wir seinen Ausfall über die zweite Mannschaft kompensieren“, sagte SGL-Trainer Markus Becker unmittelbar nach dem Spiel. Auf Details  wollte sich der Coach vor der Diagnose nicht einlassen. Es könnte darauf hinauslaufen, dass auf Steffen Hambrock aus der zweiten Mannschaft (Oberliga) in den kommenden Wochen mehr Verantwortung zukommt. Der Rechtshänder erholte sich zuletzt selbst erst von einer Handverletzung. Externe Lösungen sind definitiv ausgeschlossen: „Wir werden keinen weiteren Spieler mehr holen“, betonte Werkmeister noch am Samstagabend.

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Als Meurer mit schmerzverzerrter Miene zu Boden ging, hatten er und seine Mannschaft eine ordentliche Partie absolviert. Zwar lag der Favorit aus dem Kölner Norden erwartungsgemäß vorn, doch die SGL kämpfte sich dank großer Leidenschaft immer wieder heran. In den entscheidenden Momenten jedoch gelang es den Domstädtern dank ihrer individuellen Klasse immer wieder, ein Polster zwischen sich und die Gastgeber zu legen. „Es war uns im Vorfeld bereits klar, dass Longeric für seine Verhältnisse unterirdisch spielen muss, damit wir eine Chance haben“, sagte Becker. Der LSC aber agierte souverän, auch wenn die Mannschaft um den Ex-Langenfelder Dustin Thöne nicht an ihre Leistungsgrenze ging.

SGL-Trainer Becker richtete den Blick trotz eines mageren Zählers aus fünf Spielen auf das Positive: „Ich bin kämpferisch wieder sehr, sehr zufrieden mit der Mannschaft“, sagte er. Der 35-Jährige wertete den Auftritt auch als „Reaktion an die Zuschauer“. Beim ersten Heimspiel vor zwei Wochen waren die Langenfelder gegen den TSV GWD Minden II mit 25:41 untergangen. Davon konnte am Samstag trotz der sieben Treffer Unterschied keine Rede sein.

SGL: Thommessen, Riebau – Heider (5), Jung (1), Preissegger (1), Heyde (2), Schirweit (1), Korbmacher (6), Eich (2/1), Boelken (3), Hüfken, Raschke, Meurer (2).

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