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Handball: SGL: Endlich ein Spiel auf Augenhöhe

Handball : SGL: Endlich ein Spiel auf Augenhöhe

Der vor dem Abstieg stehende Tabellenletzte der Dritten Handball-Liga trifft auf den Vorletzten (Samstag, 19.30 Uhr).

Das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag war nicht zum ersten Mal unbefriedigend. Obwohl die Drittliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) auch im Derby beim Dritten HSG Bergische Panther gut mithielten und bis kurz vor Schluss knapp mit einem Tor zurücklagen, fuhren sie durch die 26:32-Pleite erneut mit leeren Händen nach Hause. Das Spiel steht symbolisch für den bisherigen Saisonverlauf, denn die Langenfelder wussten insbesondere gegen Spitzenteams immer wieder durch engagierte Vorstellungen zu überzeugen, doch letztlich blieb der Lohn aus.

„Das Problem ist, dass die Panther eine Spitzenmannschaft sind und wir nicht“, stellt der Langenfelder Trainer Markus Becker fest. „Leider sind wir von der Breite her nicht gut genug aufgestellt. Der entscheidende Vorteil der Panther war, dass sie in der Schlussphase noch frische Ersatzspieler einwechseln konnten.“ Während sich die Kraftreserven der Langenfelder leerten, wirkten die Gastgeber tatsächlich frischer.

Die Saison bewegt sich auf ihre Zielgeraden zu und bislang hielten sich die Erfolgserlebnisse für die SGL arg in Grenzen. Nach 25 Spielen stehen 21 Niederlagen je zwei Siegen und zwei Unentschieden gegenüber. Mit 6:44 Punkten steht das Team auf dem letzten Platz. Nur der Vorletzte MTV Großenheidorn (8:42 Zähler) hatte ähnlich große Schwierigkeiten. Vor diesem Hintergrund begegnen sich die Teams am Samstag (19.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) auf Augenhöhe.

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Die Langenfelder lassen sich durch die vergangenen Wochen nicht aus der Fassung bringen, sondern sind weiterhin hochmotiviert. „Wir sehen in Großenheidorn einen direkten Konkurrenten. Indem wir eine solide Deckung und ein Tempospiel bringen, wollen wir das Spiel gewinnen“, erklärt Becker. Im Hinspiel feierte die SGL einen verdienten 40:29-Sieg, weil sie durch eine gute Deckung immer wieder in Ballbesitz kam und ihr zahlreiche Tempogegenstöße gelangen. Nun soll die Leistung am besten wiederholt werden.

Am vergangenen Spieltag hat sich die Wahrscheinlichkeit eines Langenfelder Abstiegs allerdings erneut erhöht, denn der Konkurrent Lippe II konnte überraschend den Longericher SC schlagen (31:29). Während Lippe nun wohl uneinholbar mit 16:34 Punkten auf Rang zwölf liegt, hat sich selbst der TuS Volmetal (Platz 13/14:36 Zähler) auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz weit entfernt.

Becker gibt sich kämpferisch: „Trotzdem sind wir rechnerisch noch nicht abgestiegen und die Mannschaft ist weiter heiß. Für die letzten fünf Spiele haben wir uns das klare Ziel gesetzt, dass wir mindestens drei Mal gewinnen wollen.“ Neben Großenheidorn trifft Langenfeld noch auf den TuS Spenge, Lippe II, Volmetal und die SG VTB/Altjührden. Außer dem Fünften Spenge gehören alle Gegner der unteren Tabellenregion an.

Darüber hinaus planen die Langenfelder hinter den Kulissen bereits die kommende Spielzeit. Zwischen der ersten Mannschaft und der Reserve (Oberliga) soll ein Perspektivkader die Schnittstelle herstellen. Die Linksaußen Max Guggenmos, Julian Schulz, die Rückraumspieler Thomas Fischer, Steffen Becker sowie die Kreisläufer Phillip Ißling und Nils Raschke gehören jener Einheit an.

„Die Jungs werden weiterhin größtenteils in der Oberliga-Mannschaft mitspielen, aber durch den Perspektivkader erhalten sie zusätzliche Trainingseinheiten und können schneller den Sprung in unser erstes Team schaffen“, erklärt Trainer Becker.