Monheim: SG Monheim freut sich auf die neue Halle

Monheim : SG Monheim freut sich auf die neue Halle

Anfang des kommenden Jahres soll der Turn- und Gymnastikbau fertig sein. Die Hallensituation entschärft sich nicht.

Der Neubau der Halle am Heinrich-Häck-Stadion schreitet voran: Trotz anfänglicher Verzögerung ist der Rohbau nun abgeschlossen. Derzeit laufen die Arbeiten zum Innenausbau der 400 Quadratmeter großen Sporthalle. Geplant ist ihre Einweihung im April kommenden Jahres, zum 125-jährigen Jubiläum der Sportgemeinschaft Monheim.

Karl-Heinz Göbel lässt den Blick durch die halbfertige Halle an der Lichtenberger Straße schweifen: Lange hat der Vorsitzende der SG Monheim auf diesen Moment gewartet: „Eigentlich sollte diese Halle schon 2015 kommen, als Ersatz für die abgerissene Anton-Schwarz-Halle.“ Prioritäten und Schwierigkeiten bei der Stadt, die mit Planung und Bau fast schon nicht mehr hinterherkommt, verzögerte den Baubeginn. Hinterher wurde es schwierig, eine Baufirma für das Vorhaben zu finden. „Jetzt sind wir aber sehr froh, dass wir bald die Halle einweihen können.“

Bald, das ist voraussichtlich im nächsten Frühjahr und dann ist die schwierige Sporthallensituation in Monheim längst nicht überwunden. Noch ist der Boden nicht verlegt, nackter Beton ist zu sehen, staubiger Untergrund. Die Wände, halb verkleidet mit hellen Holzbalken, lassen erahnen, wie hell und freundlich es mal aussehen wird. Die Arbeiter der Baufirma sind fleißig, doch bis zum Ende des Jahres, wie ursprünglich vorgesehen, wird die Halle nicht fertig werden. Und im kommenden Jahr werden dann noch die beiden Hallen am Schulzentrum Lottenstraße für einen Neubau abgerissen, sodass das Sportzentrum in der Lichtenberger Straße dann als Übergangslösung für den Schulsport in Anspruch genommen wird. „Bis 2022 werden wir noch ein bisschen kämpfen und enger zusammenrücken müssen. Aber danach werden wir sehr gute Voraussetzungen für den Sport in Monheim haben“, sagt Göbel optimistisch, auch als Vorsitzender des Stadtsportverbandes.

Die neue Halle, die derzeit neben der eigens gebauten Gymnastikhalle der SG entsteht, wird von der Stadt finanziert, der Verein kümmert sich später um die Betreuung. Neben den Vereinsmitgliedern werden ab dem Frühjahr auch die Schüler der Gesamtschule die neue Halle nutzen. Vorgesehen ist der Neubau als reine Tanz- und Gymnastikhalle. „Ballsport wird es hier nicht geben“, sagt Göbel, denn gegenüber vom Eingang wird eine 27 Meter lange Spiegelwand installiert. Perfekte Voraussetzungen für den Ballett- und Jazz-Tanz-Unterricht. „Es werden aber auch Vorbereitungen getroffen, um später Dinge am Boden verankern zu können oder etwa Ringe für die Leichtathleten an die Decke zu hängen“, erklärt der Vorsitzende.

Auf einer zweiten Ebene werden vier Umkleidekabinen mit Duschen und ein kleinerer, etwa 100 Quadratmeter große Gymnastikraum entstehen. Bis sich die Hallensituation in Monheim entspannt, werden kleinere Kurse, wie etwa Pilates und dergleichen, im Obergeschoss angeboten. „Später könnten wir uns durchaus vorstellen, den Raum mit Geräten auszustatten für Fitness und Krafttraining.“ Eine Nachfrage dazu gebe es längst seitens der Schwimmer und Handballer des Vereins. Doch vor 2022 könnte das Angebot der SG nicht ausgeweitet werden.

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