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Handball: SG Langenfeld will in der Spur bleiben

Handball : SG Langenfeld will in der Spur bleiben

Leszek Hoft versammelte die Oberliga-Handballer allerdings erst am Montag zur ersten Übungseinheit im neuen Jahr. Für den Trainer ist das ein echter Nachteil vor dem Derby gegen die Unitas Haan, die sogar schon Testspiele bestritt.

In sportlicher Hinsicht dürften sich die Verantwortlichen des Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) nicht unbedingt auf das vergangene Weihnachtsfest gefreut haben. Die damit verbundene Pause im Liga-Spielbetrieb bedeutete nämlich auch eine Unterbrechung des Laufs der SGL. Die ist seit nunmehr sechs Ligaspielen ungeschlagen. Nach dem ungewöhnlich schwachen Saisonstart gelang der Langenfelder Mannschaft eine beachtliche Leistungssteigerung, die sie aus dem Tabellenkeller bis auf den sechsten Rang beförderte. Daran möchte das Team um Trainer Leszek Hoft im neuen Jahr natürlich anknüpfen, wenn es morgen (19 Uhr, Adlerstraße) bei der auf dem vorletzten Tabellenplatz liegenden DJK Unitas Haan wieder um wichtiger Zähler in der Liga geht.

Für Leszek Hoft klingt dieses Vorhaben jedoch einfacher als es tatsächlich ist. Ihm kam nicht nur die zweiwöchige Handball-Pause ungelegen, sondern auch die späte Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs seiner Mannschaft. Diese arbeitet erst seit dem vergangenen Montag wieder mit dem Ball - für Hoft deutlich zu spät. "An dieser Tatsache können wir leider nichts ändern. Wir betreiben schließlich immer noch Amateursport. Da stehen um Weihnachten herum meistens andere Dinge im Vordergrund", sagt der Coach, der zwischen den Jahren kaum auf Spieler hätte zurückgreifen können. Nicht wenige weilten im Winterurlaub. Die Spieler, die zu Hause geblieben waren, hielten sich in Bewegung, ohne dabei aber ernsthaft den Handball-Sport zu betreiben.

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Dementsprechend vorsichtig verliefen am Montag die ersten Übungen mit dem alt bekannten Spielgerät. "Ich würde die Einheiten als Ball-Eingewöhnung bezeichnen. Alle mussten erst langsam wieder hereinkommen. Zwei Wochen ohne einen Ball in der Hand sind eine lange Zeit", meint Hoft, dem die kurze und unpräzise Vorbereitung seines Teams Sorgen bereitet. "Ich bin etwas verunsichert." Nicht ohne Grund stellt sich der Coach in Haan auf eine "verdammt schwere" Aufgabe ein. Das Hinspiel gewannen die Langenfelder denkbar knapp mit 24:23.

Der Aufsteiger aus Haan steht nach der Hinrunde außerdem mächtig unter Druck. Nur ein Sieg aus 13 Partien bedeuten momentan Tabellenplatz 13, der in der Gesamtabrechnung nicht zum Verbleib in der Oberliga berechtigen würde. Dementsprechend ambitioniert bereitete sich das Team von Trainer Ronny Lasch auf die Rückrunde vor. Ein intensives Trainingswochenende mit mehreren Testspiele stand auf dem Programm. Bedingungen, von denen Hoft in Langenfeld nur träumen konnte. "Normalerweise brauchst du anderthalb Wochen um reinzukommen, jetzt müssen wir es eben etwas schneller schaffen", sagt der Langenfelder Coach. "Wir müssen dieses Spiel gewinnen, egal wie."

Ein Sieg würde bereits den sechsten Erfolg in den vergangenen sieben Begegnungen bedeuten und sich auch positiv auf Hofts restliches Saisonziel auswirken. "Ein Platz unter den besten fünf ist drin, alles andere wäre reine Zugabe", sagt der Trainer. Für dieses Ziel muss die Mannschaft ihr neues Spielsystem, das zu Beginn der Saison so gar nicht funktionieren wollte, ähnlich erfolgreich umsetzen, wie sie es in der jüngsten Vergangenheit getan hat. "In der Adventszeit habe ich langsam gemerkt, dass unser System in den Köpfen der Spieler angekommen ist. Das müssen wir jetzt perfektionieren", gibt Hoft vor.

Gelingt ihm und seinem Team das, könnte in Haan der Langenfelder Lauf weitergeführt werden. Und auch die so ungelegene handballfreie Zeit könnten die Langenfelder dann erfolgreich hinter sich lassen.

(mol-)