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SG Langenfeld unterstützt Bedürftige in der Corona-Krise

Handball : Langenfelder Handballer kaufen für andere ein

Das Coronavirus hat den Sport gelähmt, auch die Handballer der SG Langenfeld wissen nicht, ob und wie es in der Regionalliga oder im Finalturnier des DHB-Amateurpokals weitergeht. Sie nutzen die Zeit aber, um Bedürftigen aus den Risikogruppen zu helfen – unter #wirfürlangenfeld haben sie einen Einkaufsservice ins Leben gerufen.

Eigentlich würden sich die Regionalliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) inmitten der Vorbereitung auf ihren Saisonhöhepunkt befinden. Anfang April hätte das Halbfinale des DHB-Amateurpokals in Hamburg angestanden, aufgrund der Corona-Pandemie ist das Final-Four-Turnier aber längst abgesagt worden. Der reguläre Trainingsbetrieb ruht, die Spieler halten sich notgedrungen zu Hause im eigenen Garten fit – doch ernsthaft an Handball denkt in Zeiten des Kontaktverbots niemand. Wann oder ob die Saison überhaupt fortgesetzt werden kann, ist völlig offen.

Das schafft Zeit für andere Dinge – das erkannten auch Marlina Dowe und Alexander Riebau. Die Social-Media-Beauftragte und der Torhüter der ersten Mannschaft riefen unter dem Titel „#wirfürlangenfeld“ eine Einkaufshilfe für die Risikogruppe in Langenfeld sowie der direkten Umgebung ins Leben. Die Handballer wollen Einkäufe erledigen und sie den hilfsbedürftigen Personen sogar nach Hause liefern. „Wir haben gedacht, dass dies ein guter Weg ist, um etwas Gutes zu tun“, erklärt Dowe. Die 1. und 2. Mannschaft sind bei dem Projekt beteiligt, insgesamt stünden bis zu zwölf Personen bereit, um den Weg in die Supermärkte auf sich zu nehmen.

Und so geht es: Wer die Hilfe in Anspruch nehmen möchte, schickt eine E-Mail an marlina.dowe96@gmail.com, anschließend meldet sich ein Ansprechpartner telefonisch. Für den weiteren Ablauf bittet die SGL um einen leserlichen Einkaufszettel, der per Telefon oder schriftlich übermittelt werden kann. Der Einkauf wird vor der Tür abgestellt, das Geld solle nach Möglichkeit hinterlegt oder überwiesen werden.

Die bisherigen Rückmeldungen sind überschaubar, Kapazitäten seien also ausreichend vorhanden, sagt Dowe: „Wir hoffen, dass viele den Mut haben und sich bei uns melden.“

(mol-)