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SG Langenfeld II: Reserve freut sich auf Wettkampf-Handball

Start der Handball-Oberliga-Saison : Langenfelder Reserve freut sich auf Wettkampf-Handball

Am Samstag startet der Handball-Oberligist SG Langenfeld II gegen den LTV Wuppertal in die neue Spielzeit. Coach Dennis Werkmeister peilt einen Platz unter den Top fünf der Liga an.

Zwei Leistungsträger gab Dennis Werkmeister „nach oben“ ab. Aber weniger Qualität? Davon möchte der Trainer des Handball-Oberligisten SG Langenfeld II (SGL) nichts wissen. „Im Gegenteil“, bekräftigt er, „wir sind individuell eher stärker geworden.“ Wenn die Langenfelder Reserve am Samstag gegen den LTV Wuppertal (16.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) also in die Saison startet, zählt sie sich in ihrem eigenen Selbstverständnis zu den Topteams der fünftklassigen Liga. „Das ist unser Anspruch. Und das habe ich mit der Mannschaft auch so besprochen“, sagt Werkmeister.

Die vergangene Saison lief bis zu ihrem coronabedingten Abbruch gar nicht nach Vorstellung des Trainers. Nur ein Sieg in 2020 ließ die Zweite abstürzen, nur der guten Hinrunde war es zu verdanken, dass hinten heraus keine ernsthaften Abstiegssorgen entstanden. Mangelnde Disziplin und einen zu kleinen Kader machte Werkmeister in seiner Analyse für diesen Negativ-Trend verantwortlich. An beiden Stellschrauben arbeitete er nun.

Zum einen stoßen drei neue Spieler zum Team, mit Steffen Hambrock darunter ein alter Bekannter im linken Rückraum. Den heute 27-Jährigen, der sich wegen körperlicher Beschwerden vor der vergangenen Saison eigentlich vom aktiven Handball verabschiedet hatte, bezeichnet Werkmeister als „absoluten Schlüsselspieler“. Ihn verbindet eine lange Vergangenheit mit Hambrock: „Steffen ist mir fast überall hin gefolgt. Er war häufig mein bester Spieler.“ Weitere Qualität verspricht sich der 37-jährige Coach zudem von Spielmacher Thiemo Wehefritz (zuletzt HSG Velbert/Heiligenhaus/21) sowie Kreisläufer Ino Ahrens (Jugend Rhein Vikings/18).

Das Trio soll den Abgang von Steffen Becker und Philipp Ißling, die künftig fest zum Regionalliga-Team gehören, kompensieren. Zudem arbeitete Werkmeister an der Selbstbeherrschtheit seines Teams, um so mehr Konstanz zu entwickeln. Und die braucht es: Ein neunter Platz wie in der Vorsaison stellt bei den Grün-Weißen künftig niemanden zufrieden. „Der absolute Favorit in diesem Jahr ist Borussia Mönchengladbach, an denen wird kein Weg vorbeiführen“, prognostiziert Werkmeister. Aber auf den Rängen zwei bis fünf werde es enger zugehen – und in diese würde die SGL gerne vorstoßen.

Dass es gleich zu Saisonbeginn gegen die stark eingeschätzten Wuppertaler geht, begrüßt Werkmeister. Für ihn ist es auch ein Duell mit seinem Ex-Klub aus der Saison 2018/19. „Ich freue mich auf einen guten Gegner“, sagt er, gleichwohl es für ihn „nicht so emotional“ werde. Er und sein Team sind vielmehr froh, nach der Corona-Pause endlich wieder Wettkampf-Handball spielen zu können.