SG Langenfeld II kämpft den TV Lobberich nieder

Handball : Aufsteiger feiert wichtigen Sieg im Saison-Endspurt

Mit Verstärkung geht die SGL-Reserve in das Duell gegen den TV Lobberich. Selbst Trainer Alex Klimke streift das Trikot über.

(mol-) Alex Klimke kam nur schwer zu Luft. Unmittelbar nach dem wichtigen, vielleicht vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt war der Trainer des Handball-Oberligisten SG Langenfeld II (SGL) ziemlich mitgenommen. Der 31-Jährige selbst hatte erstmals seit anderthalb Jahren wieder auf dem Feld gestanden – beim wichtigen Abstiegsduell mit dem TV Lobberich wollte der Verein nichts dem Zufall überlassen. Mit Erfolg: Der Aufsteiger feierte beim 25:22 (9:14) dank einer Leistungssteigerung den achten Sieg der laufenden Saison und kann mit viel Selbstvertrauen die verbleibenden fünf Partien in Angriff nehmen. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz ist für die Langenfelder, die sich auf Platz neun (17:25 Punkte) vorschoben, auf fünf Punkte angewachsen.

„Der Sieg ist echt wertvoll, wirklich super“, sagte Klimke, der sich nach einer Rückenverletzung in der jüngeren Vergangenheit ausschließlich auf seine Trainerrolle konzentriert hatte. Seine Qualitäten hat der Rechtsaußen aber nicht verloren. Mit einem eleganten Heber zum 25:21 setzte der Linkshänder eine gute Minute vor Ende den Schlusspunkt unter die Aufholjagd seiner Mannschaft, der auch sein Trainerkollege Matthias Herff (elf Tore) und erneut Maurice Meurer aus dem Drittliga-Team angehörten.

Danach hatte es zu Beginn überhaupt nicht ausgesehen. Lobberich stellte die Gastgeber mit einem guten Angriff vor Probleme. „Das war in der Abwehr zu Beginn einfach zu wenig“, erkannte auch Klimke, dessen Team offensiv zudem mehrere freie Bälle vergab. Geheimwaffe Meurer wurde durch die Gäste das gesamte Spiel manngedeckt. Die Folge war ein deutlicher Pausenrückstand von fünf Toren.

Die Lobbericher, vor dem Spiel punktgleich mit der SGL, kassierten nach dem Wechsel mehr und mehr Zeitstrafen. Weil die SGL-Zweite – angetrieben vom Sportlichen Leiter Dennis Werkmeister, der ab der kommenden Saison das Traineramt übernimmt und ausnahmsweise schon von der Bank aus coachte – zugleich eine deutlich energischere und emotionalere Defensivleistung zeigte, kippte die Partie. Über 13:15 (39.) kämpften sich die Grün-Weißen zum 16:16 (46.), beim Stand von 20:19 (51.) gingen sie erstmals im gesamten Spiel in Führung – und brachten sie am Ende deutlich über die Zeit.

Ein Sieg beim Vorletzten SG Überruhr am kommenden Samstag (18 Uhr) könnte das Polster nach unten weiter anwachsen lassen. „Das ist wieder ein Vier-Punkte-Spiel, da wollen wir uns weiter Luft verschaffen“, sagte Klimke. Anschließend folgen zwei Heimspiele gegen Mettmann-Sport (6. April) sowie den TV Aldekerk (13. April) – spätestens danach will die SGL rechnerisch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

SG Langenfeld II: Köhler-Prediger, Hanke – Voss (1), Artmann, Meurer (1), van Münster, Hambrock (4), Klimke (3), Herff (11/4), Schlossmacher, Majeres (3), Raschke, Nelte (2), Ißling.

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