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SG Langenfeld: Handballer der SGL starten in die Saisonvorbereitung

Auf dem Jahnplatz : Handballer der SGL starten in die Saisonvorbereitung

Das Regionalliga-Team der SG Langenfeld hat auf dem Jahnplatz ein erstes Training unter freiem Himmel absolviert. Ab dem 15. Juni darf die Mannschaft von Trainer Lars Brümmer auch wieder in der Halle trainieren. Ende August soll die Saison starten.

Die Abschlussfahrt auf Mallorca musste wegen der Corona-Krise ausfallen, das stand für die Verantwortlichen der SG Langenfeld (SGL) seit Wochen fest. Statt die Saison wie üblich in Spanien ausklingen zu lassen, feilte die Handball-Abteilung in den vergangenen Wochen an einem Konzept, um ihren Teams die Rückkehr ins Training zu ermöglichen. Die Regionalliga-Mannschaft des neuen Coachs Lars Brümmer machte am Donnerstag den ersten Schritt – unter freiem Himmel auf dem Jahnplatz.

„Für mich ist das schon ein richtiger Trainingsstart. Wir müssen langsam anfangen, wenn wir Ende August körperlich und spielerisch konkurrenzfähig sein wollen“, sagt Brümmer. Der junge Coach will in den ersten Outdoor-Einheiten sein Team, dessen Spieler er zum ersten Mal um sich versammelt, kennenlernen. Zunächst stehen vereinzelte Koordinationsübungen im Mittelpunkt, „keine Waldläufe“, verspricht der Trainer.

Brümmer will auch den Beachplatz im Freibad in seine ersten Trainings einbeziehen. Drei dieser Einheiten sind geplant, ab dem 15. Juni darf die Mannschaft dann auch in der Halle arbeiten. Ohne Kontakt und unter strengen Auflagen. So sind Fahrgemeinschaften der Spieler unter anderem untersagt und es wird in gleichbleibenden Kleingruppen trainiert. Das schreibt das von der Stadt Langenfeld abgesegnete Hygienekonzept der SGL vor.

Die außergewöhnliche Situation stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen. Zwar arbeiteten die Spieler auch während der noch strengeren Einschränkungen fleißig zu Hause, das sei aber nicht vergleichbar mit den typischen Handballbelastungen, sagt Brümmer. „Wir müssen aufpassen, es nicht zu übertreiben“, betont der 30-Jährige. Der Profifußball beweise derzeit, dass die Verletzungsgefahr nach einem „Kaltstart“ steige. „Zweikämpfe wären in der jetzigen Situation noch kontraproduktiv“, erläutert Brümmer. Die Abteilung hofft, spätestens Anfang August wieder uneingeschränkt den Trainingsbetrieb aufnehmen zu können.

Das wäre nach aktuellem Planungsstand des Verbands allerdings recht spät. Laut dem kürzlich veröffentlichten Spielplan der Saison 2020/21 steht der 1. Spieltag bereits Ende August an. Zu früh laut Brümmer: „Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Bis zum 31. August sind alle Großveranstaltungen verboten. Ich verstehe nicht, wieso man einen Spieltag noch vor diesem Datum ansetzen muss. Hinten heraus wäre genug Platz gewesen“, sagt der Coach. Er rechnet damit, dass der Saisonstart noch verlegt wird. Die SGL hat zu Beginn aufgrund des Rückzugs des TV Jahn Köln-Wahn spielfrei und soll erst Anfang September mit dem Heimspiel gegen den TSV Bonn rrh. loslegen.

Für den Fall eines verspäteten Saisonstarts müsste Brümmer seinen längst ausgearbeiteten Plan anpassen. „Es ist von allen Beteiligten maximale Flexibilität gefragt“, bekräftigt der Trainer, „wenn wir später anfangen, müssen wir auch das Pensum herunterfahren“, sagt er. Fürs Erste geht es aber vor allem darum, sich wieder an das Handballspielen zu gewöhnen.

Das letzte Spiel der SGL ist fast drei Monate her.