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SG Langenfeld: Handball-Verbände sind sich uneins über den Saisonstart

Frust bei der SGL : Handball-Verbände sind sich uneins über den Saisonstart

Der Handballverband Mittelrhein hat den Start-Termin für seine Ligen auf den 19. September verschoben. Was das für die Regionalliga bedeutet, ist unklar. Die SG Langenfeld übt Kritik an der Kommunikation der Verbände.

Es gibt einigen Unmut in der Handball-Regionalliga Nordrhein. Diese soll Ende August starten, doch der Verband Mittelrhein (HVM), der die Spielklasse mit dem HV Nordrhein (HNR) betreibt, hat am Montag die Start-Termine für seine Ligen um drei Wochen verschoben: Am 19./20. September soll es nun mit dem planmäßig vierten Spieltag losgehen. Auch in der Regionalliga? Auf Anfrage unserer Redaktion ließ Lutz Rohmer, Vorsitzender des HNR, wissen: „Einen Automatismus gibt es nicht. Der Handball Nordrhein e.V. als Träger der Regionalligen wird zeitnah – heute oder morgen – entscheiden. Ein entsprechender Beschluss ist eingeleitet, aber noch nicht getroffen.“

Nicht nur für die SG Langenfeld (SGL) komplettiert sich damit ein sehr uneinheitliches Bild, das vor allem dadurch entsteht, dass sich der Klub stets mit drei Verbänden – HVM, HNR und HV Niederrhein – auseinandersetzen muss. „Die Kommunikation funktioniert fast gar nicht, alle drei Verbände sprechen eine andere Sprache“, moniert Thorsten Scholl, Abteilungsleiter der SGL. „Wie soll ich denn zum Beispiel Sponsoren einen Spieltag erklären, an dem der HVM nicht spielt, der HNR und der HVN aber schon? Ich weiß nicht, wie wir so einen geregelten Spielbetrieb für unsere 15 Mannschaften hinbekommen sollen“, sagt Scholl, dessen Erste Mannschaft ebenso in der Regionalliga Nordrhein spielt wie die A-Jugend. Beide tappen im Dunkeln.

Die Langenfelder hatten sich bei einer Umfrage klar für eine Verschiebung des Starts ausgesprochen. „Hier werden überall wieder Schulen geschlossen, und wir reden über etwas, das vor drei Wochen beschlossen wurde. Dabei sind drei Wochen in dieser Situation gefühlt ein Jahr. Den Start zu verschieben wäre ein Zeichen, das man setzen sollte“, findet Scholl. Obwohl keine wesentlich entspanntere Lage Ende September/Anfang Oktober zu erwarten sei, gäben eine längere Vorbereitungszeit und ein möglichst einheitlicher Start mit den höheren Ligen „zumindest ein sicheres und besseres Gefühl und die Option, die bereits begonnenen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte gründlich auszuarbeiten und umfassend implementieren zu können“, begründete die SGL, die ein professionelles Hygienekonzept erstellen ließ und es heute der Stadt Langenfeld vorlegen wird.

Mit einem späteren Saisonstart hätte man einen „verantwortungsvollen Umgang und die Vorbildfunktion in der aktuellen Situation. Leider sind wir bisher nicht in diese Überlegungen und Entscheidungsfindungsprozesse einbezogen worden.“ Das sagt viel.