SG Langenfeld gewinnt in der Regionalliga bei der HG Remscheid 35:28

Handball : SGL überrascht positiv in Remscheid

Die Regionalliga-Handballer der SG Langenfeld siegen bei der HG Remscheid 35:28 vor der dritten Englischen Woche in Folge. Bereits am Donnerstag geht es mit dem Pokalfinale gegen den TV Angermund weiter.

Überraschungen können etwas Schönes sein. Kommen sie zu oft, aber auch ganz schön auf die Nerven gehen. Bei der SG Langenfeld gab es am Wochenende mal wieder einen positiven Ausschlag: Im Auswärtsspiel bei der HG Remscheid 35:28 (15:13) nahm der Nordrhein-Regionalligist nun mal wieder einen Sieg und die zugehörigen beiden Punkte mit, nachdem es zuvor daheim gegen Bonn und in Rheinbach Niederlagen gegeben hatte. Wie ein „Überraschungs-Ei“ sei seine Mannschaft, sagt SGL-Trainer Markus Becker. Immerhin: Gegen Remscheid war nun wenig Zittern und viel Abgeklärtheit zu sehen.

„Wir sind relativ gut ins Spiel gekommen“, lobte Becker und analysierte: „Die Spielzüge liefen gut, auch bis an den Kreis.“ Nach vier Minuten ging Langenfeld in Führung, danach passierte dann wenig Überraschendes: Die Führung ließ sich Beckers Truppe nicht mehr nehmen, baute den Vorsprung immer weiter souverän aus. Nach der Halbzeit kamen die „Wild Boys“ konzentriert zurück aufs Feld, ließen sich auch von einer Unterzahl nicht aus der Ruhe bringen. Die Deckung funktionierte erst gut, mit zunehmender Zeit immer besser – und auch Torhüter Jascha Schmidt bekam ab Mitte der zweiten Halbzeit „ein paar sehr wichtige Bälle“ zu fassen, wie Becker berichtete.

Dabei wurde das etablierte und verlässliche Duo zwischen den Pfosten gesprengt. Schmidts etatmäßiger Partner Alexander Riebau ist erkrankt und wird bis zur Winterpause wohl auch nicht mehr spielfähig sein. In Remscheid rückte für ihn Niklas Köhler-Prediger aus der Reserve nach. Beim HVN-Pokalfinale gegen den TV Angermund (Donnerstag, 20.30 Uhr, Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium) und in der Liga am kommenden Samstag gegen die HSG Siebengebirge wird dann Luca Jahn aufrücken. Der zweite kurzfristige Ausfall betraf Felix Korbmacher. Der linke Rückraumspieler erlitt im Training am Donnerstag einen kleinen Rückschlag an seiner geprellten Schulter. Becker ging kein Risiko ein und verzichtete lieber auf seinen Rückraum-Schützen. Korbmachers Rückkehr hängt nun davon ab, wie sich die Schulter entwickelt.

Dass Langenfeld trotzdem punktete, dürfte nicht nur Becker freuen. Auch eine Manndeckung gegen die beiden Spielmacher André Moser und André Boelken brachte nichts. Moser warf erneut zielsicher alle sechs Siebenmeter ein, und auch die Anspiele auf die Kreisläufer klappten. „Ein rundes Spiel mit sehr gutem Ausgang“, lobte Becker.

Besonders positiv: In Christian Pagel feierte ein Akteur sein Comeback, der den Langenfelder Handballern seit Saisonbeginn fehlte. Nach seiner Kreuzbandverletzung bestritt Pagel nun sein erstes Spiel. „Das hat uns sehr gefreut“, sagte Becker. „Christian hat vorne rund zehn Minuten lang sehr gut Regie geführt.“ Warme Worte spendete er auch Tim Rahmann, der einen „sehr guten Job“ gemacht habe.

Das dürfte Becker freuen, denn in der anstehenden dritten Englischen Woche in Folge dürfte er jeden Spieler brauchen. Angermund kämpft eine Liga tiefer um den Klassenerhalt, Siebengebirge ist Letzter der Nordrheinliga. Zweimal also geht die SGL als Favorit ins Spiel – da dürfte Becker diesmal sehr auf eine Überraschung verzichten wollen.

SGL: Schmidt, Köhler-Prediger – C. Pagel, Pötsch (4), Jung (3), Preissegger (2), Rahmann (2), Schirweit (2), Moser (11/6), Bölken (1), Schulz (2), Völker (3), Raschke (1), S. Pagel (4)