SG Langenfeld empfängt Regionalliga-Spitzenreiter TuS Opladen

Handball : Volle Hütte beim Heimspieltag

Bevor die Regionalliga-Handballer der SG Langenfeld gegen Spitzenreiter Opladen spielen, sind auch schon die Oberliga-Reserve und Bezirksliga-Drittvertretung aktiv.

 Das sportliche Selbstbewusstsein holten sich die Regionalliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) am vergangenen Wochenende. Den Rest soll nach Vorstellung der Grün-Weißen die Langenfelder Halle erledigen – beim großen Heimspieltag mit insgesamt drei Derbys setzt die SGL am Samstag auf ihren Anhang und eine hitzige Atmosphäre.

„Wer sagt, dass das ein normales Spiel ist, der redet Unsinn“, betont Dennis Werkmeister, der Sportliche Leiter der SGL, vor dem Duell der Langenfelder Ersten gegen den noch ungeschlagenen Regionalliga-Spitzenreiter TuS Opladen (Anwurf: 18 Uhr). Sechs Kilometer trennen die Hallen beider Mannschaften, die Brisanz vor dem „Heimspiel-Highlight dieser Saison“ (Werkmeister) ist zweifelsohne gegeben.

„Wir erwarten ein komplett volles Haus“, sagt Werkmeister. 500 Zuschauer passen in die Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium, die zuletzt vor drei Jahren beim damaligen Oberligaspiel zwischen der SGL und den Bergischen Panthern ausverkauft war. „Da haben wir die Türen schließen müssen“, erinnert sich Werkmeister. Er geht davon aus, dass dies auch am Samstag wieder der Fall sein wird. Wenige Restkarten wird es definitiv noch an der Kasse in der Halle geben, die Verantwortlichen empfehlen auch deshalb eine frühzeitige Anreise.

Die Mannschaft von Trainer Markus Becker schöpfte aus dem befreienden Sieg gegen den Vorjahresmeister MTV Rheinwacht Dinslaken am vergangenen Wochenende Mut – und will jetzt gegen das verlustpunktfreie Opladen (12:0 Punkte) eine Überraschung erzwingen. „Das ist eine sehr gute und technisch starke Mannschaft“, sagt Becker über den kommenden Gegner. „Ich glaube aber, dass wir in Sachen Geschwindigkeit und Kondition mithalten können.“

Eine deutliche Niederlage, wie sie andere Vereine gegen Opladen in dieser Saison schon kassierten, hält Becker daher für unwahrscheinlich. Im Gegenteil: „So eine Kulisse kann sehr viel in einem Spieler bewegen. Wir haben nichts zu verlieren“, sagt der Coach. Ein Sieg wäre ohne Frage tabellarisch wertvoll. Denn trotz des jüngsten Erfolgs hinkt die SGL als Zehnter (5:7 Punkte) noch weit den eigenen Ansprüchen hinterher.

Personell sieht es jedenfalls gut aus: Die Spielmacher Andre Boelken und Andre Moser, die beide zuletzt mit leichteren Verletzungen zu kämpfen hatten, stehen zur Verfügung. „So ein Spiel bedeutet auch Prestige“, sagt Trainer Becker, „da will jeder spielen.“ Werkmeister glaubt an ein erfolgreiches Wochenende, auch wenn „Opladen prinzipiell stärker ist als wir“.

Der Sportliche Leiter ist vor dem Opladen-Spiel selbst noch als Trainer der zweiten Mannschaft in der Pflicht. Denn neben dem Regionalliga-Derby finden zwei weitere Lokalduelle an der Lindberghstraße statt. Werkmeisters „Zwote“ tritt in der Oberliga gegen den TSV Aufderhöhe an (16 Uhr), zuvor kommt es in der Bezirksliga zum Aufeinandertreffen der Drittvertretungen beider Vereine (14 Uhr).

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