2. Skaterhockey-Bundesliga Devils müssen eine Einheit sein

Langenfeld · Ausgerechnet im Derby bei den Hilden Flames wollen die Skaterhockey-Spieler der SG Langenfeld Devils in der 2. Bundesliga nach vier Niederlagen in Folge die Trendwende einleiten. Trotz der Negativserie soll Selbstvertrauen der Schlüssel sein.

 Das Hinspiel gegen Hilden verloren Moritz Barion (links) und die SG Langenfeld Devils zum Liga-Start.

Das Hinspiel gegen Hilden verloren Moritz Barion (links) und die SG Langenfeld Devils zum Liga-Start.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Die SG Langenfeld Devils (SGL) wollen nach vier Niederlagen in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd in Serie nun im Derby am Samstag (19 Uhr) bei den Hilden Flames die Trendwende einleiten. „Trotz der vergangenen Negativerlebnisse müssen wir mit einer breiten Brust nach Hilden reisen. Nur wenn wir über ein großes Selbstvertrauen verfügen, können wir dort bestehen. Davon bin ich überzeugt“, betont Cheftrainer Tim Schmitz.

Mit dem spielenden Co-Trainer Jannik Jopek teilt sich Schmitz die Leitung der Trainingseinheiten auf, weil er im Schichtdienst arbeitet. Seit Jahren befindet sich das eingespielte Gespann in einem regen Austausch. „Grundsätzlich stimme ich Tim zu“, sagt Jopek. „Aufgrund der Ausgangslage ist es völlig klar, dass wir mit niedrigen Erwartungen das Rückspiel gegen die Flames bestreiten. Sollten wir die drei Punkte holen, wären diese sicherlich keine fest eingeplanten. Wir brauchen auf jeden Fall eine herausragende Leistung, um zu gewinnen.“

Zuletzt kassierten die Hildener eine empfindliche 3:12-Niederlage beim souveränen Tabellenführer TV Augsburg und stehen mit 17 Punkten direkt hinter dem Dritten Deggendorf Pflanz (22 Zähler), der auf dem zweiten direkten Aufstiegsplatz steht. „In eigener Halle sind die Hildener jedoch besonders stark, sodass wir sie auf gar keinen Fall unterschätzen dürfen. Warum sie in Heimspielen besser abschneiden, ist für uns aus der Ferne schwierig zu erklären. Schließlich haben sie in dem Sinne keine besondere Halle, etwa mit extrem großen oder komischen Banden. Wir sind jedenfalls gewarnt“, erklärt Jopek.

Schon im Hinspiel zogen die Posthornstädter in eigener Halle beim Saisonauftakt mit 6:10 den Kürzeren. „Wenn wir die Hildener ihr Spiel aufziehen lassen, werden wir keine Chance haben“, warnt Schmitz. Jopek ergänzt: „Uns hat das erste Duell mit den Hildenern gezeigt, dass sie im kämpferischen Bereich sehr stark sind. Sie haben einen absoluten Siegeswillen, den man spüren konnte. Die Flames verfolgen einen Harakiri-Stil, doch ihre Leistungen sind nicht immer konstant. Hier sehe ich eine Chance für uns.“

In der Analyse machten Schmitz und Jopek bereits einige Schwachstellen aus. „Wenn wir schnelle Tore machen und 3:0 oder 4:0 in Führung gehen sollten, könnten wir die Flames in die Enge treiben“, sagt der Co-Trainer. „Für uns ist zentral, dass wir unsere eigenen Stärken ausspielen müssen. Unseren Spielaufbau müssen wir klar aufziehen und schnelle Pässe spielen. Es geht darum, dass wir gedanklich schnell agieren. Wir brauchen schnelle Umschaltmomente.“

Zwar verloren die Devils ihre letzte Partie ausgerechnet beim direkten Konkurrenten Düsseldorf Rams II mit 4:5, aber sie schöpften trotzdem neuen Mut. „Vorher hatten wir uns manchmal gegenseitig angemeckert, etwa beim 8:9 bei den Crash Eagles Kaarst II. Jetzt standen wir wieder als Einheit auf dem Feld und haben uns gut geholfen“, stellt Jopek fest. Cheftrainer Schmitz erklärt: „Unsere Jungs wissen, dass sie nur mit einem guten Teamspirit erfolgreich sein und nur als Einheit ihr eigenes Spiel in Hilden besser durchziehen können. Nur wenn wir auch im Kopf ruhiger werden und bessere Entscheidungen treffen, können wir wieder erfolgreich sein.“

Während Alexander Brendel wieder zur Verfügung steht, fällt der am Knie verletzte Routinier Christoph Hermes weiter aus.