Volleyball: Schockstarre: Mans Verletzung wie eine Blockade für Wernitz' Team

Volleyball : Schockstarre: Mans Verletzung wie eine Blockade für Wernitz' Team

Die Drittliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld wachten beim Moerser SC zu spät auf. Am Ende war es eine Partie auf Augenhöhe, doch der Aufsteiger zog nach dem schnellen 0:2 mit 1:3 den Kürzeren.

In den vergangenen Jahren sind die Volleyballerinnen der SG Langenfeld sicherlich viele Situationen durchgegangen und konnten sich hier auf einiges vorbereiten. Rund ums 1:3 (11:25, 14:25, 25:23, 23:25) beim Moerser SC musste der Drittligist allerdings einen besonders herben Rückschlag verkraften. Die Gäste führten im ersten Satz mit 4:1, als Außenangreiferin Sarah Man nach einer Blockaktion unglücklich aufkam und sich hier einen Bänderriss zuzog. "Das brachte unser ganzes Konzept natürlich erheblich durcheinander. Das war für uns ein Schlag und alle verfielen in eine Art Schockstarre", meinte Trainer Michael Wernitz.

Da der Schock bis zum Ende des zweiten Satzes andauerte, war das Spiel zu diesem Zeitpunkt fast entschieden. "Das ist definitiv zu lange, aber nachvollziehbar", fand Wernitz. Ebenfalls ein Handicap: In Jana Nahrstedt (private Gründe) und Eva Buller (verletzt) fehlten zwei weitere wichtige Stammkräfte.

Somit zeigte sich nach den beiden klaren ersten Sätzen erst im dritten Durchgang, dass beide Teams im Grunde auf Augenhöhe agierten. Die SGL lag mit 4:12 zurück, kam aber nach starken Aufschlagserien von Steffi Lippert und Victoria Drechsel zum 21:21. "Man merkte, dass die Spiellaune zurückkam und sich die Mannschaft über Punkte wieder freuen konnte", berichtete Wernitz, der nach dem 25:23 im vierten Satz ebenfalls wenig auszusetzen hatte.

Bis zum 23:23 verlief der Durchgang ausgeglichen, doch beim Stande von 8:5 ging die SGL zu unvorsichtig mit ihrem Vorsprung um — sodass Moers am Ende mit 25:23 gewann. "Ich würde die Prognose wagen, dass wir Moers noch einmal Probleme hätten bereiten können, wenn wir den vierten Satz gewonnen hätten. Wenn man es schafft, dieses junge Team unter Druck zu setzen, geht das anders aus", urteilte Wernitz, den jedoch selber die vielen Konjunktive störten. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, dass die SGL selbst dezimiert zu einer starken Leistung in der Lage ist.

SG Langenfeld: Schürholz, Man, Lepenies, Lippert, Drechsel, Kucybala, Röller, Kiss, Eisler.

(-ham)