Fußball: Schaulaufen und Pflicht

Fußball: Schaulaufen und Pflicht

Für den Fußball-Niederrheinligisten SF Baumberg ist das Saisonfinale gegen den TuS Bösinghoven nicht einfach. Die Elf um Trainer Jörg Vollack hat selbst schon ein Ticket für die neue Oberliga gelöst – auf die andere noch hoffen.

Für den Fußball-Niederrheinligisten SF Baumberg ist das Saisonfinale gegen den TuS Bösinghoven nicht einfach. Die Elf um Trainer Jörg Vollack hat selbst schon ein Ticket für die neue Oberliga gelöst — auf die andere noch hoffen.

Der Fußball-Niederrheinligist SF Baumberg (SFB) hat nach dem 3:2 bei RW Oberhausen II die Qualifikation für die neue Oberliga in der Tasche. Dass dieser Coup bereits einen Spieltag vor dem Saisonende gelang, verschafft den Baumbergern fürs Heimspiel gegen den TuS Bösinghoven ein Schaulaufen vor eigenem Publikum (Sonntag, 15 Uhr, MEGA-Stadion, Sandstraße). Trainer Jörg Vollack stellt aber klar, dass seine Elf keinesfalls ohne Motivation und Ehrgeiz antreten wird. "So etwas gehört sich nicht und kommt überhaupt nicht in die Tüte. Wir wollen uns von unseren Zuschauern vernünftig verabschieden. Das letzte Heimspiel war eine Katastrophe — und von daher stehen wir in der Pflicht, eine ordentliche Leistung abzuliefern und dann mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu gehen."

Ganz nebenbei ist die Partie im Kampf um die Oberliga-Qualifikation durchaus noch sehr wichtig. So bekommt etwa der 1. FC Viersen (Rang 14/41 Punkte) nur dann die Chance, auf den rettenden Platz 13 zu springen, wenn die Baumberger gegen den derzeit genau dort liegenden TuS Bösinghoven (42) nicht verlieren. Vollack möchte auf jeden Fall für faire Wettkampfbedingungen sorgen und Bösinghoven alles abverlangen: "Ich denke, da ist meine Mannschaft charakterstark genug. Es kann immer sein, dass wir mal selbst in eine solche Situation kommen, in der wir auf andere angewiesen sind. Von daher verlange ich eine engagierte Leistung."

Eine Frage der Einstellung

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Auf der anderen Seite möchte der Coach die Bösinghovener nicht wegen seines guten Verhältnisses zum 1. FC Viersen bezwingen — bei dem er früher mal Trainer war. "Darum gehts auch nicht", betont Vollack, "ich werde meine Mannschaft auf ein Pflichtspiel vorbereiten und versuchen, dieses zu gewinnen. Das ist jetzt kein Geblubber, sonder eine Grund-Einstellung."

Unmittelbar vor dem Anpfiff werden einige Baumberger Spieler verabschiedet — etwa Richard Ehrhardt, der seine Karriere beendet, oder Stürmer Necati Ergül, der zum benachbarten Landesligisten TuSpo Richrath wechselt. Patrick Iwersen (Bösinghoven) und Jannik Weber (VfB Hilden) verlassen den Verein ebenfalls. "Wir wollen den Jungs einen würdigen Abschied bereiten. Dazu gehört eine gute sportliche Leistung", findet Vollack.

Die Feier danach

Im Anschluss an das Spiel wollen die Sportfreunde dann mit Spielern, Trainern und Zuschauern im Vereinsheim auf die Qualifikation für die fünfthöchste deutsche Klasse angestoßen. Es spricht unter dem Strich also einiges dafür, dass die Baumberger die Saison vernünftig zu Ende bringen, in der sie sich den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte sichern konnten.

(mroe)
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