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Volleyball: Sandra Ferger ist verrückt nach Volleyball

Volleyball : Sandra Ferger ist verrückt nach Volleyball

Die 23-Jährige ist in der Halle für Langenfeld in der 3. Liga aktiv. So kann sie auch in der Beachvariante ihre Karriere verfolgen. Trainer Michael Wernitz ist begeistert von der Außenspielerin, der er viel Talent und Ehrgeiz bescheinigt.

Als Sandra Ferger im Sommer zur SG Langenfeld (SGL) wechselte, konnten viele neutrale Beobachter eigentlich nur überrascht sein. Die talentierte Volleyballerin verließ schließlich den Zweitligisten Bayer 04 Leverkusen, in dessen Team sie eine gute Rolle spielte. Auf den ersten Blick schien der Wechsel zum Drittligisten Langenfeld ein Rückschritt zu sein. In Wirklichkeit aber reagierte die 23-jährige Außenspielerin geschickt darauf, dass sie seit geraumer Zeit sowohl beim Hallenvolleyball als auch beim Beachvolleyball Erfolge einfahren kann.

Zuletzt wurde Ferger gemeinsam mit der bei Bayer Leverkusen spielenden Laura Walsh Westdeutsche Meisterin im Beachvolleyball. "Anfangs hatte ich den Entschluss gefasst, komplett mit dem Hallenvolleyball aufzuhören, weil ich mich nur auf das Beachvolleyball-Training mit Laura konzentrieren wollte", berichtet Sandra Ferger, "aber die Mädels aus Langenfeld überredeten mich dann doch, bei ihnen mitzumachen." Vor allem Lisa Bartsch und Diana Kiss leisteten viel Überzeugungsarbeit. Weil die SGL seltener trainiert als Bayer, kann sich Ferger nun trotzdem mehr dem Beachvolleyball widmen.

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In Langenfeld hat die 23-Jährige viele alte Bekannte getroffen. Vor drei Jahren war dem Langenfelder Trainer Michael Wernitz bereits aufgefallen, dass Ferger über eine hohe Qualität verfügt. Damals war die Volleyballerin noch für den Landesligisten SV Bayer Wuppertal tätig. "Schon früher konnte man sehen, dass Sandra eine talentierte und engagierte Spielerin ist", sagt Wernitz. Bereits nach einer Saison verabschiedete sich Ferger jedoch wieder von der SGL. In zwei Leverkusener Jahren gelang es ihr dann, Erfahrungen in der Ersten und Zweiten Liga zu sammeln, ehe sie nach Langenfeld zurückkehrte.

Ferger zeigt Woche für Woche, dass sie momentan besonders wichtig für die SGL, bei der sie sich sofort in die Stammsechs spielte. Gemeinsam mit Sarah Man kurbelt die 1,75 Meter große Außenspielerin den Angriff an. "Sandra hat einen unheimlich starken Schlag und besitzt viel Spielwitz. Sie ist in Leverkusen überhaupt nicht abgehoben", stellt SGL-Coach Wernitz fest. Die so Gelobte hat nicht vor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: "Ich suche die Fehler immer bei mir selber und nicht bei anderen. Ich fordere Michael ständig auf, Korrekturen zu machen, damit ich besser werde."

Neben ihren persönlichen Zielen ist Ferger vor allem die aktuelle Situation der Mannschaft wichtig. Ferger ist mit dem Verlauf der Hinrunde überhaupt nicht einverstanden, weil sie Langenfeld für zu schlecht positioniert hält - trotz des jüngsten 3:2 bei den SSF Fortuna Bonn und der Verbesserung auf den siebten Platz (zwölf Punkte). Wenn es nach der ehrgeizigen Außenspielerin ginge, hätte das Konto der SGL deutlich mehr Zähler. "Wir hätten viele Spiele gewinnen müssen. Oft haben wir das aber nicht geschafft, weil wir uns einfach noch finden müssen. Am Ende hat immer etwas gefehlt", erklärt Ferger, deren großes Vorbild die deutsche Beachvolleyball-Spielerin Laura Ludwig ist.

Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen will sich Ferger in der nicht besonders langen Winterpause intensiv auf die Rückserie vorbereiten. Das nächste sportliche Ziel steht ja längst fest: "Im kommenden Jahr will ich mit Langenfeld in den oberen Bereich der Tabelle vorstoßen." Das werden die Mitspielerinnen und Trainer gerne hören.

(fas)