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Reitsport: Rheinische Reiter kämpfen um den Titel

Reitsport : Rheinische Reiter kämpfen um den Titel

Gut Langfort ist ab heute der Schauplatz eines Spektakels, bei dem Spannung und Top-Leistungen garantiert sind.

Die besten rheinischen Reiter reisen nach Gut Langfort an, denn der einstige Rittersitz ist Schauplatz eines modernen Turniers. Es geht auch nicht mehr um ein Duell Mann gegen Mann. Die Teilnehmer wollen vielmehr im Viereck möglichst viele Punkte und im Parcours möglichst wenig Fehler sammeln, um sich dann am Sonntagabend die Schärpe des Rheinischen Meisters umlegen zu lassen.

Höhepunkte der Titelkämpfe sind die Finalprüfungen der Senioren am letzten Turniertag. Nach dem Grand Prix am Samstag lassen die Dressurspezialisten ihre Pferde im Grand Prix Special auf internationalem Spitzenniveau durch das Viereck tanzen. Selbst schwierigste Lektionen wie Piaffen, Passagen und Pirouetten spielend einfach aussehen zu lassen, ist für sie die größte Herausforderung. "Zu dieser Prüfung kommen jedes Jahr sehr viele Zuschauer. Es lohnt sich also, rechtzeitig da zu sein und sich einen Platz zu sichern", sagt Rolf-Peter Fuß. Als Vorstand des Pferdesport-Verbandes Rheinland trägt er die Verantwortung für die Meisterschaften.

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Eine spannungsgeladene Atmosphäre prognostiziert Fuß im Hinblick auf das entscheidende Springen der Senioren. Nach der ersten Wertungsprüfung (morgen) und einem weiteren Umlauf (Samstag) kommt es in den beiden finalen Runden darauf an, die Form zu wahren. Weil die Summe der Strafpunkte aus den drei schweren Springen mit insgesamt vier Durchgängen zählt, siegt nicht das schnellste Paar - sondern das mit der konstantesten Leistung. "Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder Starter, denen es gelungen ist, über drei Tage hinweg fehlerfrei zu bleiben. Da fiebert jeder mit, wenn es über den letzten Hindernissen um den Titel geht", betont Rolf-Peter Fuß.

Als amtierender Meister ist Jochen Bender (Wickrath) erneut mit seinem Schimmel Cor de Pomme am Start und wird versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Im vergangenen Jahr blieb nur dieses Paar im hochklassigen Starterfeld ohne Abwurf. Bender trifft aber erneut auf starke Konkurrenz, denn Oliver Lemmer (Lohmar) und Derbysieger Gilbert Tillmann (Gut Neuhaus) haben den Titel bereits gewonnen. Jeldrik Krüger (RVV Wolfhagen) hofft auf seinen Heimvorteil. Der Langenfelder war im vergangenen Jahr Vierter und hat sein Spitzenpferd Tough Cookie ganz gezielt auf diesen Wettkampf vorbereitet.

Einen Tipp wagt Rolf-Peter Fuß nicht: "Es sind so viele gute Reiter am Start, die alle in der Lage sind, nach der Schärpe zu greifen. Da kann ich mich nicht festlegen. Vielleicht gibt es eine Überraschung." Gespannt erwartet der Organisator auch den Gala-Abend am Samstag. Während im Parcours das Mannschaftsspringen der Kreise seine Premiere feiert, können sich die Zuschauer mit einem Drei-Gänge-Menü verwöhnen lassen. "In festlichem Rahmen möchten wir etwas Besonderes bieten", betont Fuß.

Beim Rheinischen Nationenpreis auf M-Niveau zählt nicht nur die Einzelleistung. Hier kommt es besonders auf den Mannschaftsgeist an. Das Team muss die richtige Taktik haben: "Der Startreiter sollte mit einer souveränen Runde für Sicherheit sorgen und der Schlussreiter muss die Nerven behalten." Routine und Erfahrung bringen alle mit.

Noch unerfahren sind dagegen die Talente, die sich ab heute präsentieren. Für die fünf- und sechsjährigen Dressur- und Springpferde geht es bei der Sichtung zum Bundeschampionat darum, sich für die Deutschen Meisterschaften in Warendorf zu qualifizieren. Im Rheinischen Reitpferde-Championat stellen die Züchter aus der Region ihre Hoffnungsträger der Öffentlichkeit vor. "Da gibt es ganz tolle Pferde zu sehen", verspricht Rolf-Peter Fuß.

Um Meisterehren kämpft auch der Nachwuchs im Sattel. Bei den Junioren und Jungen Reitern treten die Spitzensportler von morgen gegeneinander an. Einige haben bereits beachtliche Erfolge vorzuweisen. Andere schaffen vielleicht erst jetzt den Sprung auf die große Bühne. Denn wer im Reiterland Rheinland den Titel gewinnt, zählt ganz bestimmt zur nationalen Spitze.

(domi)