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Fußball: Rettung: Das Richrather Glück ist aufgebraucht

Fußball : Rettung: Das Richrather Glück ist aufgebraucht

Aufsteiger TuSpo II war nach einer miesen Rückrunde zu schwach für die Fußball-Kreisliga – bis der Rückzug eines Konkurrenten half.

Aufsteiger TuSpo II war nach einer miesen Rückrunde zu schwach für die Fußball-Kreisliga — bis der Rückzug eines Konkurrenten half.

Über der Saison des Fußball-Kreisligisten TuSpo Richrath II steht letztlich vor allem eine Schlagzeile: Glück. Denn die sportlich als Drittletzter bereits abgestiegenen Richrather hielten die Klasse nur deshalb, weil der SR Solingen 1880/1895 II kurzfristig zurückzog. Obwohl TuSpo deshalb in der ersten Serie nach dem Aufstieg aus der Kreisliga B drinbleibt, kann am Schlangenberg von Zufriedenheit keine Rede sein. Nach der Hinrunde herrschte bei den Verantwortlichen noch Zuversicht, die sich aber während der Winterpause allmählich in Unzufriedenheit verwandelte. "Im Großen und Ganzen sind wir glücklich", sagte damals Andreas Vollmer — der da noch gemeinsam mit Uwe Frantz das Training leitete, ehe er kurz vor dem Beginn der Rückrunde aus privaten Gründen zurücktrat.

Trotz wenig konstanter Leistungen erarbeiteten sich die Richrather immerhin 15 Punkte — die auch einen komfortablen Vorsprung auf die gefährlichen Ränge bedeuteten. In der Rückrunde kam Richrath II dann allerdings so gut wie gar nicht mehr von der Stelle. Zwölf Niederlagen, zwei Unentschieden und ein Sieg entsprachen der Bilanz eines Absteigers und in der Rückrunden-Tabelle landet Richrath deshalb nur auf dem vorletzten Platz.

Trainer Frantz hat dafür eine Erklärung: "Wenn wir in der Woche nur eine vernünftige Einheit auf die Beine kriegen, reicht das eigentlich nicht für die Kreisliga A." Der Coach beklagte immer wieder das Fehlen von Spielern (zumeist berufliche Gründe) bei der Einheit am Dienstag. "Freitags habe ich 18 bis 20 Mann", berichtet der 47-Jährige, dem deshalb für eine zielführende Vorbereitung praktisch nur diese eine Einheit pro Woche bleibt.

Das schmale Programm genügt jedoch nicht, um die Mannschaft auf die nächste Aufgabe einzustellen. Außerdem bleibt zu wenig Zeit, um ein vernünftiges Konditionstraining durchzuführen — was sich stark auswirkte. Oft hielt Frantz' Team bis zur Pause gut mit und brach später im zweiten Abschnitt richtig ein. Uwe Frantz sieht einen weiteren Grund, den er teilweise aus dem Konditionsdefizit ableitet: ""Die Negativserie hat die Mannschaft immer mehr runtergezogen. Sobald das 0:1 fiel, sind wir insbesondere mental eingebrochen."

Für die neue Saison ist Frantz trotzdem zuversichtlich und derzeit auf der Suche nach Verstärkungen sowie Ersatz für die Abgänge. "Es ist nicht ganz leicht, neue Leute zu finden" sagt Frantz, der trotz einiger guter Gespräche unverändert dringend nach personeller Unterstützung sucht — die er ohne Zweifel brauchen wird. Das Glück der Richrather dürfte aufgebraucht sein.

(mol-)