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Tennis: Rekord: Tennis-Turnier immer beliebter

Tennis : Rekord: Tennis-Turnier immer beliebter

Sparkassen-Cup des TC Grün-Weiß Langenfeld war mit 275 Startern ein großer Erfolg. Alexander Schürmann sicherte sich für die Gastgeber den Sieg im Herren-Einzel der offenen Klasse. Im kommenden Jahr soll es ein Preisgeld geben.

Das Treiben auf der Anlage des Tennis-Clubs Grün-Weiß Langenfeld (GWL) ist überschaubar. Auf ein paar Plätzen finden Spiele statt, ansonsten herrscht eine eher ruhige Atmosphäre. Wer es nicht genau weiß, vermutet gar nicht, dass dort gerade eines der begehrtesten Sandplatzturniere in der Region stattfindet. "Gestern war deutlich mehr los, aber die Resonanz hier ist für einen Tennisclub sehr gut", sagt Martin Behrendt. Er ist der Oberschiedsrichter des GWL-Sparkassen-Cups — eines Turniers, das für zwei Wochen auf der Anlage an der Lindberghstraße zu Hause war.

Der Organisationsaufwand ist riesig. "Das beginnt alles mit der Anmeldung im Herbst", erzählt Behrendt, "die heiße Phase geht dann rund zwei Wochen vor der ersten Partie so richtig los." Dann gilt es einen Spielplan zu erstellen, mit dem möglichst viele Teilnehmer zufrieden sind. Das sei keine einfache Aufgabe, da man viele Wünsche der Spieler berücksichtigen müsse. "Manche nehmen eine Anreise von über einer Stunde in Kauf, um beim Turnier teilzunehmen", berichtet Behrendt als Mitglied der Turnierleitung, "das zeigt, welchen Stellenwert unser Cup bisher erreicht hat." Die Veranstalter mussten sogar einige Anmeldungen zurückweisen oder in Qualifikationspartien ausspielen lassen, damit das 275 Spieler starke Teilnehmerfeld im machbaren Rahmen blieb.

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Ein entscheidender Punkt ist, dass der Cup offiziell vom Deutschen Tennis-Bund (DTB) anerkannt ist. Somit sammeln alle Starter nach ihrem Abschneiden verteilte Punkte für die offizielle Ranglisten-Wertung. "Das macht das Turnier für viele natürlich attraktiv", betont Behrendt. Der Mit-Organisator hofft außerdem, dass das Turnier zusätzlich einen neuen Mitglieder-Zuspruch beim TC Grün-Weiß hervorruft. "Bisher ist die Entwicklung in diesem Bereich sehr positiv", erklärt Behrendt.

Die sportlich wohl reizvollsten Partien gingen bei der offenen Klasse der Herren über die Bühne. Am Ende setzte sich souverän Alexander Schürmann durch. Der Vertreter des gastgebenden Klubs musste jedoch das Finale gegen den hoch eingeschätzten Steven Greven (Gladbacher HTC) nicht mehr ausspielen. Greven hatte sich vor dem Endspiel eine Verletzung zugezogen.

In der offenen Klasse der Damen, die mit der Altersklasse Damen 30 zusammengelegt war, sicherte sich Daniela Löchter den ersten Platz (TC GW Herne/im Finale 7:5, 7:6 gegen Anna Sistig/TC GW Lese Köln). Insgesamt standen 14 Einzelkonkurrenzen und sechs Doppel-Wettbewerbe auf dem Programm. "Mit dem Ablauf des Turniers sind wir sehr zufrieden", sagt Behrendt, der bereits neue Pläne für die Zukunft hat. Für 2014 und die fünfte Turnier-Auflage denken die GWL-Verantwortlichen daran, für die Sieger ein Preisgeld einzuführen — damit das Turnier höherklassige Spieler anlockt und das Niveau dadurch weiter nach oben klettert.

(mol-)