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Regionalliga: TSV Bayer II schlägt SG Langenfeld 3:1

Volleyball : TSV-Reserve führt SGL phasenweise vor

Die Leverkusener Volleyballerinnen bauen mit ihrem 3:1-Erfolg gegen die Langenfelderinnen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze aus und nehmen Kurs auf die 3. Liga. Der Konkurrent ist endgültig raus aus dem Meisterrennen und ist enttäuscht über die eigene Leistung.

Es war eine Demonstration der Stärke. Zwar hatten sich die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) für das Spitzenspiel beim TSV Bayer Leverkusen II viel vorgenommen, doch am Ende mussten sie sich dem Tabellenführer klar geschlagen geben – 1:3 (15:25, 16:25, 25:22, 18:25). „Der Gegner hat uns phasenweise vorgeführt und das Spiel insgesamt auch verdient gewonnen, weil er die ersten beiden Sätze eindeutig dominieren konnte. Die 14 Spielerinnen meines Kaders hätten enger zusammenrücken müssen“, fand SGL-Coach Michael Wernitz.

Durch den Erfolg haben die Leverkusenerinnen einen großen Schritt in Richtung Aufstieg in die 3. Liga gemacht. Das Team von Trainer Michael Watzl ist mit 42 Punkten Erster, während sich der Zweite VoR Paderborn (39 Zähler) aktuell mit der Relegation zufriedengeben müsste. Hinter dem Dritten TuS Herten (34) muss sich die SGL momentan mit Rang vier begnügen (32).

Bereits im ersten Satz profitierten die Gastgeberinnen erheblich von ihrer formstarken Diagonalspielerin Jana Ritter, der eine Aufschlagserie gelang (11:3, 18:9). „Wir hatten in der Annahme große Probleme, sodass ich unsere unglücklich agierende Libera Tina Steinacker durch Christin Nadolski ersetzt habe. Anschließend wurden wir nicht so sicher wie gewohnt, aber es wurde immerhin etwas stabiler“, stellte Wernitz fest. Zwar brachte die eingewechselte Außenangreiferin Jessica Eisler mehr Schwung als Sarah Brust, die Gäste konnten das Blatt aber nicht mehr wenden (15:25).

Auch im zweiten Abschnitt gelangen den Leverkusenerinnen viele gefährliche Aufschläge, die die SGL nicht angemessen verteidigen konnte. Wernitz’ Team offenbarte immer wieder erhebliche Lücken im Block, die Bayer immer wieder nutzte (11:4, 16:10). Einerseits schaffte Greta Klotz häufig wuchtige Schläge, andererseits baute die Zuspielerin Felizitas Ende zahlreiche überraschende Momente ein, sodass die Langenfelder Sicherung große Probleme hatte (16:25). Der SGL-Coach war bedient: „Meine Zuspielerin Carina Zandt musste teilweise 15 Meter weit laufen, um noch Bälle zu retten. Leider hatten unsere Mädels nicht die nötige Ruhe.“

Nach dem fulminanten Start baute Bayer im dritten Durchgang etwas ab (2:3, 4:5), Langenfeld wirkte jetzt in der Annahme sicherer, und es gelangen zielstrebige Angriffe. „Wir haben endlich auch eigene Finten eingebaut, die wir auf die Leverkusener Lücken gespielt haben. Schon viel früher hätten wir vom Bayer-Spiel lernen müssen“, fand Wernitz. Erneut setzte vor allem Diagonalspielerin Jana Nahrstedt die Vorgaben präzise um. Weil Leverkusen einige Fehler im Aufschlag einstreute, konnten sich die Gäste letztlich knapp mit 25:22 durchsetzen.

Anstatt im vierten Satz nachzulegen bauten die Langenfelderinnen deutlich ab. Eisler suchte nach einer Erklärung: „Wir hatten im anstrengenden dritten Abschnitt viel Kraft verbraucht. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, weil jede Spielerin trotz der schwierigen Bedingungen alles gegeben hat.“ Weil die Gastgeberinnen gleichzeitig mit harten Schlägen mehrere Ausrufezeichen setzten, wirkte die SGL verunsichert. Sie ließ jeglichen Mut im Angriff vermissen, sodass Bayer alles klarmachte (10:10, 18:15, 25:18).

Die kurze Heimreise traten die Langenfelderinnen ohne Punkte, aber mit einer großen Portion Enttäuschung im Gepäck an. „Wir hätten unbedingt abliefern müssen, um weiter oben dran zu bleiben. In den Druckphasen haben sich meine Mädels leider nicht positiv verstärkt, aber sie hätten sich mental unterstützen müssen“, betonte Wernitz.