Regionalliga Nordrhein: SG Langenfeld tritt Freitag beim HC Weiden an

Handball : SG Langenfeld will in Weiden nachlegen

In der Handball-Regionalliga zeigt die Formkurve der SG Langenfeld nach dem mit zwei Niederlagen verkorksten Saisonstart nach oben. Doch bereits zur ungewohnten Anwurfzeit am Freitagabend müssen die Langenfelder bei Aufsteiger HC Weiden ran. Dann entscheidet sich, ob sie mit dem Auftakt in diese Saison leben können.

Die Formkurve zeigt nach oben, das belegt der Blick auf die nackten Zahlen. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart ließen die Regionalliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) zunächst ein Unentschieden bei der SG Ratingen und am vergangenen Wochenende gegen BTB Aachen den ersten Saisonsieg folgen.

Von der völlig verkorksten zweiten Hälfte, in der die SGL gegen den BTB beinahe einen Elf-Tore-Vorsprung noch verspielt hätte, will sich Markus Becker den positiven Trend nicht vermiesen lassen. „Unser Gegner war ja auch einer mit viel Potenzial“, sagt der SGL-Trainer. „Und man darf nicht vergessen, dass wir bis zu unserem Einbruch 39 überragende Minuten gespielt haben.“ In diesen habe er die „beste Phase“ seiner Mannschaft in der noch jungen Saison gesehen. Dennoch dürfte sich das SGL-Team einen ähnlichen Einbruch ein weiteres Mal wohl kaum ohne Folgen erlauben dürfen. Das gilt auch für die nächste Aufgabe am heutigen Freitag (20.30 Uhr) beim HC Weiden. Zur ungewohnten Anwurfzeit vor dem Wochenende entscheidet sich für die Grün-Weißen, ob sie mit ihrem Saisonstart leben können oder nicht.

Denn mit einer Niederlage gegen den Aufsteiger aus Würselen in die anschließend rund dreiwöchige Pause zu gehen, „würde keinem gefallen“ und sich „negativ auf die Stimmung“ auswirken, sagt Becker. Sein mit sechs Spielern im Sommer verstärktes Team will den Fokus nach dem Drittliga-Abstieg ohnehin eher in die obere als die untere Tabellenregion richten. Da täte ein zweiter Sieg gut, allein, um die jüngst überwiegend positiven Eindrücke im Langenfelder Spiel zu bestätigen.

„Wir haben bisher stetig einen Schritt nach vorne gemacht“, glaubt Becker. Bei der Auftaktniederlage beim TV Aldekerk (22:24) „hätten wir gewinnen können“, im Heimspiel gegen TuSem Essen II „waren wir es selbst schuld“, sagt der SGL-Coach rückblickend. Schon beim Unentschieden bei der SG Ratingen habe er dann erhebliche Unterschiede gegenüber den vorherigen Spielen gesehen: In Sachen Tempo und Disziplin – zwei Punkte, auf die Becker besonderen Wert legt.

Gegen Weiden soll der nächste Schritt der Entwicklung folgen. „Der Gegner ist schlagbar, wir reden hier von einem Aufsteiger“, sagt Becker, schränkt aber sofort ein. „Wir sind nicht als klassischer Absteiger runtergekommen und zerstören die gesamte Liga. So ist es nicht.“ In der Tat muss sich die SGL, die in den vergangenen drei Jahren jeweils zwischen vierter und dritter Liga hin- und hersprang, auch aufgrund der personellen Ergänzungen im Sommer erst einmal zurechtfinden. Der derzeit neunte Tabellenplatz entspricht noch nicht den Wünschen. Becker sieht es locker: „Das ist ganz normal“, sagt er.

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