Fußball: Pjetrovic fieberhaft auf Spielersuche

Fußball : Pjetrovic fieberhaft auf Spielersuche

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath hat derzeit so reichlich mit sich selbst und seinen Sorgen zu tun, dass er sich kaum mit dem nächsten Gegner beschäftigen muss. Für das akut bedrohte Team um Trainer Ganija Pjetrovic ist jedes Spiel schwierig und erst recht die Partie am Sonntag (15 Uhr, Furtwänglerstraße) beim Tabellenführer SV Hilden-Nord. "Das muss man mit klaren Augen sehen", betont Pjetrovic, "wir können nur gewinnen und eigentlich nichts verlieren." Für den Coach wäre angesichts der verheerenden Entwicklung alles andere als eine Niederlage eine große Überraschung.

Richrath geht personell richtig am Stock. Die Stammkräfte Sebastian Milinski, Tobias Ockenfels und Dirk Drößert sowie René Backschat sind verletzt. Andere sind angeschlagen. Außerdem fehlen die gesperrten Kevin Broix und Frank Steinhoff. Logisch: Pjetrovic sucht fieberhaft nach einer Lösung, um wenigstens die eine oder andere Wechselchance zu haben. "Ich werde mich ebenfalls umziehen", sagt der 44-Jährige. Außerdem bemüht sich TuSpo weiter, Mittelfeldspieler Zdravko Knezevic (34) aus der Reserve (Kreisliga B) zum Comeback in der Ersten zu überreden. Pjetrovic: "Vielleicht kann er uns mit seiner Erfahrung eine Viertelstunde helfen." Aufrücken wird auf jeden Fall wieder Kai Weidenmüller, der ab jetzt sogar dauerhaft zum Landesligakader gehört.

Happiges Programm

Der Trend aus den vergangenen Spielen ist trotz teilweise ordentlicher Auftritte negativ, denn nach dem 3:0 beim VfR Neuss gabs drei Spiele ohne Sieg – 0:0 gegen den TuS Grevenbroich, 1:2 beim Rheydter SV, 1:2 gegen den TSV Eller 04. Inzwischen regiert längst das Prinzip Hoffnung bei den Richrathern, die nach dem Auftritt in Hilden spielfrei sind. Dann folgen die drei restlichen Hinrunden-Aufgaben gegen den SV Uedesheim (Sechster/14. November), gegen den SV Mönchengladbach 1910 (Fünfter/28. November) und beim FC Remscheid (Achter/5. Dezember). Falls es ganz dumm läuft, bleibt es bei insgesamt nur sieben Punkten. Und dann hätte Richrath noch mehr mit sich selbst zu tun.

(RP)
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