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Volleyball: Perfekt: Warum Trainer Wernitz grinsen musste

Volleyball : Perfekt: Warum Trainer Wernitz grinsen musste

Die Volleyballerinnen der SG Langenfeld boten in der 3. Liga eine Gala und gewannen deshalb beim Spitzenreiter RC Borken-Hoxfeld mit 3:0.

Grundsätzlich braucht die neue 3. Liga keinen Dramaturgen, der für besondere Spannung zuständig ist. Mit dem 3:0 (25:11, 25:23, 25:19) beim bisherigen Tabellenführer RC Borken-Hoxfeld haben die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) allerdings wohl genau diese Rolle eingenommen, denn nun trennen den neuen Ersten TV Cloppenburg vom Siebten SSF Fortuna Bonn gerade einmal zwei Punkte.

"Da fährt man mit einem Grinsen auf dem Gesicht wieder nach Hause", fand SGL-Trainer Michael Wernitz, der seinem Team einen in allen Belangen gelungenen Auftritt bescheinigte.

Allein der Start wollte nicht richtig zum späteren Verlauf passen, weil die Gäste bald mit 2:7 zurücklagen. Die Wende kam letztlich durch Jana Nahrstedt, die beim Stande von 3:7 die Aufschläge übernahm und ihre Versuche derart geschickt platzierte, dass die SGL auf 16:7 wegziehen konnte. "Das war schon richtig gruselig, wie toll sie das gemacht hat. Aus dem Vorteil des ersten Angriffs konnte Borken nichts machen", staunte Wernitz. Da Block, Annahme und Angriff ebenfalls perfekt liefen, gab die SGL bis zum Satzgewinn nur vier weitere Punkte ab (25:11).

Dass sich der Spitzenreiter und der Vierte gegenüberstanden, war erst im zweiten Durchgang richtig zu sehen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, ehe die Langenfelderinnen beim Stande von 23:23 von einer für sie glücklichen Schiedsrichterentscheidung profitierten und die Vorlage mit dem 25:23 zu nutzen wussten. "Wir konnten die im ersten Satz entstandene Euphorie mitnehmen und Borken wurde immer verunsicherter. Aber man muss sagen, dass die uns wirklich gut liegen", fand der SGL-Trainer.

Langenfeld agierte zum ersten Mal in dieser Saison mit Victoria Drechsel auf der Libero-Position — was als taktische Variante gut aufging. Da Zuspielerin Meike Schürholz zudem fast immer die richtigen Entscheidungen traf, lief in Satz Nummer drei unverändert alles nach Maß.

Schritt für Schritt erarbeitete sich die SGL einen Vorsprung von drei bis vier Punkten, den sie bis zum Schluss hielt und dann sogar noch ausbauen konnte (25:19). "Ich bin einfach rundum zufrieden", betonte Wernitz. Vielleicht fühlt er sich gemeinsam mit seiner Mannschaft sogar wohl in der Rolle eines für die Spannung zuständigen Dramaturgen.

SGL: Schürholz, Lepenies, Buller, Lippert, Drechsel, Kucybala, Röller, Nahrstedt, Kiss, Eisler.

(-ham)