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Nur Berghausen liegt hinter den eigenen Zielen

Fußball : Nur Berghausen liegt hinter seinen Zielen

Der Bezirksligist ist mit Rang acht nicht zufrieden. Titelkandidat Reusrath wirkt selbstbewusst.

Traditionell hat auch der Fußball-Bezirksligist SSV Berghausen die närrischen Tage ausgiebig gefeiert. Trainer Patrick Michaelis gab seinen Spielern fast eine Woche trainingsfrei, damit sie im Karnevalszelt auf dem SSV-Vereinsheim und bei den Karnevalszügen die fünfte Jahreszeit im Rheinland genießen konnten. Es war eine verspätete Belohnung: Weil die Berghausener vor der Pause aufopferungsvoll gekämpft und ein 0:0 gegen den SV DITIB Solingen geholt hatten, war die Gemütslage des ehrgeizigen Coaches entspannt.

„Wir hatten zwar das nötige Glück dabei, sind aber insgesamt zufrieden“, sagt Michaelis. Mit der Tabellensituation ist der SSV dagegen weniger glücklich, denn er liegt als Achter mit 31 Punkten hinter den Erwartungen zurück. Obwohl die Berghausener hervorragend in die Saison gestartet waren und viel Selbstvertrauen hatten, verloren sie zuletzt den Faden – und holten lediglich drei Punkte aus den vergangenen sieben Partien.

Spielerisch zeigten die Berghausener oft sehr ansprechende Vorstellungen, aber häufig ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Ein Problem: Der schnelle Angreifer Timo Kruse (Fußverletzung) fällt aus. „Es ist schwierig, mit unseren Mitteln einen Knipser zu holen. Wir müssen als Mannschaft noch gefährlicher werden“, fordert Michaelis. Um mal wieder einen Sieg einzufahren, braucht der SSV am Sonntag (15 Uhr) in der Partie beim gefährdeten SC Sonnborn (Rang 16/18 Punkte) mehr Effektivität.

Bei den SF Baumberg II (SFB) war die Stimmung trotz der jüngsten 1:3-Pleite beim Spitzenreiter TSV Ronsdorf sehr gut. Trainer Sven Steinfort rechnete seinem diesmal nur aus zwölf Spielern bestehendem Kader hoch an, dass er alle Kräfte mobilisierte: „Ich mache den Jungs keinen Vorwurf, weil sie eine gute Moral bewiesen haben.“ Durch die Glanzparaden seines Keepers Normen Litschko zog sich der Zwölfte Baumberg (28 Zähler) relativ beachtlich aus der Affäre.

Am Sonntag (15.30 Uhr) schätzen die Sportfreunde ihre Chancen auf einen Sieg beim TSV Aufderhöhe (33 Punkte) höher ein. Dass der Siebte zu Hause noch nicht verloren hat und die beste Heim-Mannschaft der Liga ist, sollte allerdings eine deutliche Warnung sein. „Ich sehe uns mit Aufderhöhe auf Augenhöhe. Wenn wir 15 oder 16 Spieler zur Verfügung haben und einen besseren Zugriff auf den Gegner bekommen, können wir jede Mannschaft schlagen“, findet Steinfort.

Der HSV Langenfeld hatte zuletzt beim SV DITIB Solingen (1:2) und gegen Sonnborn (2:2) einige Probleme. „Momentan fehlt uns die Präsenz in den Zweikämpfen und wir treffen nicht die richtigen Entscheidungen. Wir müssen wieder Konzentration und den nötigen Willen an den Tag legen“, fordert HSV-Coach Daniel Gerhardt. Der Zehnte Langenfeld (30 Punkte) leidet unter den Ausfällen der verletzten Sebastian Neß, Georgios Ilios und Enrico Albanese. Max Bartsch (Rote Karte) und Cedric Klein (Urlaub) werden den Langenfeldern am Sonntag (15 Uhr) im Spiel beim Fünften 1. FC Wülfrath (34 Punkte) ebenfalls fehlen.

Nach einer bislang herausragenden Spielzeit strotzt der Tabellenzweite SC Reusrath (41 Punkte) vor Selbstbewusstsein. Dass die Ronsdorfer (43) durch ihren Erfolg im Nachholspiel gegen Baumberg II die Tabellenführung übernommen haben, scheint momentan eher zweitrangig zu sein. Die Mannschaft von Trainer Ralf Dietrich will einfach weiterhin ihre Hausaufgaben machen – und dazu gehört, dass sie am Sonntag (15 Uhr, Sportpark Reusrath) gegen den auf Rang 15 liegenden SC Radevormwald (20 Punkte) einen Erfolg einfährt.