1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld
  4. Lokalsport

Volleyball: Noch mehr Lust auf ein Abenteuer

Volleyball : Noch mehr Lust auf ein Abenteuer

Volleyballerinnen der SG Langenfeld sehen der neuen Saison in der 3. Liga optimistisch entgegen. Trainer Michael Wernitz musste einige Abgänge verkraften, fand aber auch starke neue Spielerinnen.

Die 3. Liga, die in der vergangenen Saison ihre Premiere feierte, war für die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) ein großes Abenteuer. Und die Expedition ins unbekannte Gebiet – die Hälfte der teilnehmenden Teams war vollkommen neu – hat Lust auf mehr geweckt, weil sie mit Rang sieben endete. "Alle haben das Ziel, dass wir besser dastehen als letztes Jahr. Wir peilen irgendetwas zwischen Platz eins und fünf an", sagt Michael Wernitz. Dabei hatte der Trainer noch vor wenigen Monaten große Sorgen, ob er die entstandenen Lücken in seinem Team überhaupt adäquat füllen kann.

Nach Mareike Lepenies, die den Verein bereits zu Beginn der vergangenen Saison aufgrund ihres Studiums wieder verließ, wird nun auch ihre Schwester Hannah (Studienplatz in Hamburg) nicht mehr dem Kader angehören. Riccarda Röller (Studium Berlin), Steffi Lippert (berufliche Gründe/pausiert) und Zuspielerin Patricia Nubi (berufliche Gründe) gehen ebenfalls nicht in eine zweite Drittliga-Spielzeit. "Als ich hörte, wer alles weggeht, dachte ich nur, wie wir das hinkriegen sollen. Gerade im Mittelblock hatte ich erst Sorgen. Aber dann kamen die Spielerinnen ja plötzlich aus allen Ecken", sagt der Trainer erleichtert.

  • Lokalsport : Volleyballerinnen suchen noch eine Zuspielerin
  • Lokalsport : Volleyball-Trainer Wernitz bleibt doch
  • Lokalsport : Volleyball-Coach Wernitz denkt an Abschied

Nun könnte ausgerechnet die alte Sorgenposition zum neuen Prunkstück werden. Stefanie Pflitsch (25) hat nach einer Auszeit neue Lust am Volleyball gefunden – und will dies künftig in Langenfeld demonstrieren. "Sie hat gute bis sehr gute Blockeigenschaften und ist auf jeden Fall eine Bereicherung", meint Langenfelds Trainer. Silke Althaus, die von Bayer Wuppertal (Oberliga) kommt, soll durch ihre Länge genauso den Bock stärken wie Vivian Tänzler (21), die aus dem Landesliga-Team der Wuppertaler stammt.

Die mit Abstand jüngste Spielerin des neuen Kaders wird die gerade mal 14 Jahre alte Karina Zandt werden. "Sie hat bisher erst eine Trainingseinheit verpasst und zeigt sich sehr talentiert und pfiffig", lobt Wernitz. Zandt spielte bereits in Jugend-Teams der SGL und wechselte in der vergangenen Saison zum Moerser SC – wo sie allerdings nicht glücklich wurde. Nun möchte sie bei ihrem Heimatverein den nächsten Schritt wagen. Mit einem Jahr Verzögerung startet Vanessa Aurbach, die ihre Babypause beendet hat, in die 3. Liga, "Das freut mich, weil ich sie auch als Menschen sehr schätze", betont Wernitz, dem inzwischen in Sabrina Bönisch (Detmolder TV) eine Co-Trainerin zur Verfügung steht.

Bis es ernst wird, bleibt den Langenfelderinnen noch etwas Zeit. Zum Auftakt am 5. Oktober geht es wie in der vergangenen Saison zum SV Wietmarschen, bei dem es damals einen klaren 3:0-Sieg gab. "Ein gutes Spiel zum Start wird sicherlich wichtig für den Anfang", vermutet Wernitz. Für ihr neues Abenteuer in der 3. Liga hat sich die SGL schließlich einiges vorgenommen.

(-ham)