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NIederrheinpokal: HSV Langenfeld verliert knapp gegen Borussia Bocholt

Frauenfußball : HSV-Frauen zwingen Favorit Bocholt in die Verlängerung

Die Landesliga-Fußballerinnen verpassen die nächste Sensation im Niederrheinpokal nur knapp: Gegen den Drittligisten trifft Joana Hantke zum 1:1, und weil Torfrau Leonie Droege danach alle Versuche der Gäste vereitelt, geht es in die Verlängerung. Erst da muss sich der Landesligist beugen, ist danach erschöpft, aber zufrieden.

Die Landesliga-Fußballerinnen des HSV Langenfeld haben die nächste große Sensation im Niederrheinpokal verpasst, den Drittligisten Borussia Bocholt im Viertelfinale aber in die Verlängerung gezwungen. Erst in der setzte sich der Favorit 3:1 (1:1, 1:0) durch. „Mit dieser Leistung haben wir uns enorm viel Selbstvertrauen für die Liga geholt“, sagte HSV-Trainer Volker Bochnia und ergänzte: „Das ist für die schweren und wichtigen Spiele um die Meisterschaft in der Landesliga zu Beginn der Rückrunde im März enorm hilfreich.“ Als Tabellenzweiter sind die Langenfelderinnen voll im Aufstiegsrennen.

Im Pokal gegen Bocholt war der Klassenunterschied von Beginn an zu erkennen, folgerichtig gingen die Gäste vor rund 150 Zuschauern auch schon nach elf Minuten in Führung. „Wir hatten die Bocholterinnen im Vorfeld beobachtet und gesehen, wie stark sie sind. Uns war klar, dass wir nur dann eine Chance haben, wenn wir über uns hinauswachsen und Bocholt einen nicht so guten Tag erwischt“, sagte Bochnia. Zumindest den ersten Teil konnten die HSV-Frauen selbst bestimmen und warfen sich nach dem Rückstand in jeden Schuss und Zweikampf, so dass es bis zur Halbzeit beim engen Resultat blieb.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Langefelderinnen mit noch mehr Laufbereitschaft und Leidenschaft aus der Kabine und wurden belohnt: Anne Lange wurde im Bocholter Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Joana Hantke zum 1:1 (53. Minute). Im Anschluss vergab Julia Keppner zwei Chancen für den Außenseiter, unter anderem mit einem Heber über die Bocholter Torfrau hinweg. Auf der Gegenseite kam die Borussia zu etlichen Abschlüssen, aber HSV-Torfrau Leonie Droege hielt bis zum Ende der regulären Spielzeit alle Versuche.

So ging es in die Verlängerung, und in der machte der Favorit den Einzug ins Halbfinale mit seinen Treffern in der 114. und 120. Minute klar. Dabei hatte der HSV zuvor noch eine Großchance verzeichnet, doch Larissa Herhalt traf nur die Latte. Am Ende waren die Langenfelderinnen erschöpft, aber zufrieden mit der eigenen Leistung, und Trainer Bochnia fand: „Jetzt haben wir nur noch eine Doppelbelastung aus Kreispokal und Meisterschaft – vielleicht hilft das, in beiden Wettbewerben erfolgreich zu sein.“

(ame)