Badminton : Neue Zuversicht

Badminton-Regionalligist FC Langenfeld hat die beiden vergangenen schwierigen Jahre abgehakt. Mit vier Neuen aus dem Ausland will das Team um Führungsspieler Mike Joppien in der kommenden Saison wieder voll angreifen.

Ganz klar: In den vergangenen beiden Jahren war der FC Langenfeld (FCL) nicht mit Glück gesegnet. Gegen Ende der Saison 2009/2010 zog der von personellen Problemen geplagte Klub die Notbremse und sich schweren Herzens aus der Badminton-Bundesliga bis in die Regionalliga zurück.

Gleichzeitig wollten die Verantwortlichen den radikalen Schritt als Chance zu einem Neu-Aufbau nutzen. Für 2010/2011 war anschließend der Sprung in die 2. Bundesliga das Ziel. Doch wieder entwickelten sich die Dinge anders als geplant.

Andreas Wölk und Mike Joppien, zwei Ur-Langenfelder aus den langen und erfolgreichen Jahren in der Bundesliga, fielen für längere Zeit verletzungs- und krankheitsbedingt aus. "Schließlich waren wir froh, mit einem blauen Auge aus der Saison zu kommen, und sehr zufrieden mit dem vierten Platz", betont Günther Joppien, der in Manager-Funktion für die Mannschaft verantwortlich ist. Mit der Vergangenheit will Langenfeld nun allerdings abschließen — und sich lieber dem Blick nach vorne widmen.

Vier Neue sollen den Kader um Mike Joppien, Maurice Deprez, Johannes Bilo, Matthias Bilo, Fabienne Deprez und Fabienne Köhler verstärken. Anton Kaisti (19) aus Finnland und Maxime Moreels (20) aus Belgien bewegen sich nach Joppiens Ansicht als Halbprofis auf einem guten Niveau und sind vielseitig einsetzbar. Der Engländer Ryan McCarthy (19), der sein Potenzial erst am vergangenen Wochenende beim Langenfeld-Cup zeigte, soll ebenfalls frischen Wind bringen.

Konzentrierte Entwicklung

"Ryan ist ein junger Spieler mit viel Talent. Er ist froh, einen guten Klub mit Aufstiegschancen gefunden zu haben, dem er längerfristig angehören darf. Dadurch ermöglichen wir ihm, sich auf seine Entwicklung zu konzentrieren", versichert Günther Joppien. Die Luxemburgerin Claudine Barnig (23) wird mit Fabienne Köhler voraussichtlich das Damen-Doppel besetzen. Fabienne Deprez könnte dann die gesamte Kraft aufs Einzel legen.

Obwohl der FC Langenfeld ganz offensichtlich jünger geworden ist, kann und will er nicht auf einen alten Hasen wie Mike Joppien (33) verzichten. "Mike übernimmt die Rolle des Führungsspielers, der die nötige Ruhe bringt und immer für einen Punkt gut ist", weiß Günther Joppien. Johannes Bilo, Matthias Bilo und Maurice Deprez, die wie Mike aus der eigenen Jugend stammen, werden als starke Ergänzungsspieler eingesetzt — um möglichst in den unteren Einzeln zu punkten. Dadurch können sie den Topspielern den Druck nehmen und für Entlastung sorgen.

Aufstieg als klares Ziel

Die Vorbereitungen auf den Saisonstart am 17. September (18 Uhr) gegen die Bottroper BG laufen seit zwei Monaten. "Unser Ziel ist die 2. Bundesliga, damit wir in naher Zukunft auch Jungspieler wie David Peng, Lars Schänzler und Dominik Scherpen einbinden können", erklärt Joppien. Alles zusammen deutet darauf hin, dass der Ex-Bundesligist wieder an sportlich glücklichere Zeiten denken darf.

(nico)